Fischbeck (püt). Fünf Jahre nach dem Deichbruch wurde der neu gebaute Deichabschnitt zwischen Jerichow und Fischbeck am 15. September 2018 durch Landes- und Regionalpolitiker offiziell eingeweiht.

Am 10. Juni 2013 brach der Deich bei Fischbeck. Über 150 Quadratkilometer des Elb-Havel-Winkels wurden vom Elbwasser verschlungen. Trotz der Verteidigung des Deiches durch unzählige fleißige Helfer bahnten sich die Wassermassen ihren Weg. 500 Quadratmeter Elbwasser flossen pro Sekunde durch die etwa 90 Meter lange Bruchstelle. In kürzester Zeit wurde das Umland großflächig überflutet, enorme Schäden entstanden. Das Leid und die Verzweiflung der Bewohner ist noch immer allgegenwärtig.
6.000 Menschen aus 22 Ortschaften mussten ihr Zuhause verlassen. Der 10. Juni 2013 veränderte ihr ganzes Leben. Meist nur mit dem, was sie am Leib trugen, flüchteten sie vor den nahenden Wassermassen. Mittels Versenken dreier Schubleichter gelang es schließlich, die Deichbruchstelle zu schließen und das Ausströmen der Wassermassen zu stoppen. Fortan machte die Landesregierung den Hochwasserschutz zur obersten Priorität. Etwa 90 Millionen Euro wurden hier bereits investiert. Am 15. September 2018 nun wurde der nun fertig sanierte Deichabschnitt zwischen Jerichow und der B 188 bei Fischbeck durch Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff, Umweltministerin Claudia Dalbert, Burkhard Henning als Direktor des Landesbetriebs für Hochwasserschutz und regionalen Politikern offiziell seiner Bestimmung übergeben. Entstanden ist ein 6,7 Kilometer langer Wall, dessen Kosten die Umweltministerin mit 31,5 Millionen Euro beziffert. Mit Tränen in den Augen verfolgten auch einst betroffene Bewohner von Fischbeck, Kabelitz und anderen Orten die Einweihung. „Für Fischbeck und den gesamten Elb-Havel-Winkel hat sich der Schutz vor Hochwasser nun enorm verbessert“, sagte Claudia Dalbert.