Genthin (püt). In Genthin wird es kein Krankenhaus mehr geben. Die Johanniter geben den Standort zum 31. Dezember 2017 auf. Der gesamte Komplex soll abgerissen werden. Das wollen der Landkreis, die Stadt Genthin, die Einheitsgemeinde Jerichow sowie die Gemeinde Elbe-Parey mit einem offenen Brief an die Johanniter unbedingt verhindern.

Die Schließung des Genthiner Krankenhauses ist die große Sorge der Einwohner und Einwohnerinnen von Genthin und Umgebung. Doch nun, es gibt Grund zur Hoffnung. In den vergangenen Monaten führten der Landkreis und die Stadt Genthin viele Gespräche mit verschiedenen Einrichtungen, die als Nachfolge infrage kommen. Enorm wichtig ist es hierbei, die medizinische Versorgung zu sichern und Arbeitsplätze zu erhalten. Ein Krankenhaus wie bisher allerdings wird es in Genthin nicht mehr geben.
Favorisiert wird das Vorhaben der Sudenburger Operationszentrum GmbH. Diese plant in Genthin ein ambulantes Operations- und Kompetenzzentrum mit stationsersetzenden Leistungen. Im zukünftigen Genthiner Operationszentrum sollen dann Behandlungen im Bereich der Augenheilkunde, allgemeinen Chirugie, plastischen Chirugie, Kinderchirugie, Gynäkologie, Urologie und HNO in einem Haus stattfinden. Die Ärzte übernehmen vorort die notwendige diagnositische und operative Versorgung der Patienten und Patientinnen. Es sind drei OP-Säle mit Aufwachbereich und einer modernen Bettenstation im Gespräch. Wie in Magdeburg wird es auch in Genthin ein Augenkompetenzzentrum mit der Möglichkeit der Glaukom-Therapie geben. Läuft alles wie geplant, werden sich am Standort Genthin die Abteilungen Operationszentrum, Sterilisationszentrum, Verwaltung und Bettenstation unter einem Dach vereinen. Die Führung der Bettenstation erfolgt dann im Dreischichtsystem. Die Vergabe kurzfristiger Termine und die optimale Behandlung werden für das Genthiner Operationszentrum oberste Priorität haben. Eine enge Zusammenarbeit mit dem Ärztehaus Genthin und Ärzten der Umgebung wird vom Genthiner Operationszentrum angestrebt.