Burg (lau). Große Aufregung herrschte am vergangenen Wochenende in der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) in Burg. Acht Kameradinnen und Kameraden der Jugendfeuerwehr haben hier die Jugendflamme II abgelegt.

Die Jugendflamme ist ein Ausbildungsnachweis in Form eines Abzeichens für Jugendfeuerwehrmitglieder. Sie wird in drei Stufen gegliedert. Die erste Stufe kann vom Jugendwart der jeweiligen Wehr abgenommen werden, die Stufen II und III stehen unter der Aufsicht des Kreisjugendwartes. Diese Aufgabe übernimmt im Jerichower Land Anke Glanz. Gemeinsam mit einem Team aus verschiedenen Jugendwarten des Landkreises hat sie die Leistungsprüfung organisiert. „Die Jugendlichen können sich die Auszeichnung mit Wissen und Fleiß erarbeiten“, erzählt sie. So mussten die Mädchen und Jungen verschiedene Aufgaben absolvieren. Als erstes wurde ihr Feuerwehrwissen getestet. Dazu erhielten sie per Zufallsverfahren fünf technische Begriffe. Hierbei handelte es sich um Teile eines Löschfahrzeugs. Die Jugendlichen mussten die Teile nicht nur am Fahrzeug finden, sondern auch ihr Wissen darüber zeigen. „Das ist wie eine richtige Prüfungssituation“, waren sich die Mädchen und Jungen einig. „Wir haben die ganzen Wochen zuvor gelernt und geübt und jetzt sind wir aufgeregt, wie bei einem Test in der Schule.“ Schnell wird deutlich: Feuerwehr bedeutet nicht nur Freizeitspaß. In der zweiten Kategorie der
Leistungsprüfung ging es darum, die Technik richtig zu nutzen. So musste ein Standrohr gesetzt und gespült, zwei B-Schläuche gekoppelt und ein C-Strahlrohr und C-Druckschlauch gesichert werden. Auch hier herrschte eine einheitliche Meinung unter den Jugendlichen: „Praxis macht mehr Spaß. Es ist nochmal ganz was anderes, wenn man die Technik in der Hand hat und das Ganze nicht nur auf Bilder erklärt bekommt.“ Auf einer Spiel- und Sportstrecke wurde es dann etwas spaßiger. Hier haben die Mädchen und Jungen auf Zeit einen Slalom absolviert und Knoten gemacht. Zudem gab es eine Zusatzaufgabe, um bisher möglicherweise versäumte Punkte aufzuholen. Fragen zur Sitz- und Antreteordnung sowie zum Gefahrenschema standen hier auf dem Plan.
Anke Glanz hat sich vorgenommen, die Jugendflamme in Zukunft sogar jährlich abzunehmen. Immerhin sei diese Prüfung für die Mädchen und Jungen eine ganze besondere Situation. „Feuerwehrarbeit bedeutet immer Teamarbeit. Selten müssen die Jugendlichen alleine handeln und können sich immer auf die anderen verlassen. Das ist hier aber nicht so. Die Mädchen und Jungen müssen mal unabhängig voneinander zeigen, was sie so leisten können“, erklärt die Jugendwartin. Der Prüfungstag endete schließlich mit stolzen Jugendlichen und besonders leckeren Eintöpfen.