Burg (eb). Ein Spielbericht von René Teßmann zum Jahresende.

Mit einem verdienten aber glanzlosen 27:19-(13:9)-Erfolg über den MTV Weferlingen 1881 bleiben die Nordligahandballer der SG Fortschritt Burg auch im neunten Spiel verlustpunktfrei Tabellenführer. Nach starker Anfangsphase blieb die Partie auf niedrigem Niveau und war nicht der von Trainer Hendrik Kurth geforderte „Leckerbissen“ zum Jahresabschluss. Kapitän Mathias Lange bedanke sich bei den knapp 80 Zuschauerinnen und Zuschauern bei super Unterstützung sowohl zu Heim- als auch zu Auswärtsspielen, das belegt auch der höchste Zuschauerschnitt der Liga von fast 80 bei Spielen der SG (Durchschnitt von Heim- und Auswärtsspielen).
So bekamen die zahlreichen Fans am Anfang einen Start nach Maß zu sehen. Auch die Rote Karte an Aktivposten Michel Hackert trug zum guten Start der SG bei. „Natürlich kann diese Rote Karte gegeben werden, aber in der sechsten Minute ist das natürlich eine harte Entscheidung gegen Weferlingen gewesen“, befand Kurth die Entscheidung etwas unglücklich. Dies nutzten seine Sieben bis zum 6:1 in der 13. Minute aus. Allen voran setzten Hendrik Mück und Steffen Scholz die Akzente. In den nächsten sieben Minuten gelang den Burgern dann nichts mehr. Einfache Fehler im Positionsangriff und ungenaue Würfe brachten die Gäste aus Weferlingen beim 6:5 in der 20. Minute wieder ins Spiel. Die fällige Auszeit von Kurth zeigte nur bedingt Wirkung, blieb der Positionsangriff weiterhin zu statisch. „Wenn wir mit Geschwindigkeit kamen, haben wir die Lücken gefunden, doch dies war leider nur selten der Fall“, kritisierte Kurth das ausrechenbare Angriffsspiel. „Wir haben es wieder nicht geschafft, uns vorzeitig und vorentscheidend abzusetzen“, so Kurth weiter.
In der zweiten Halbzeit gaben die Burger dann in einer weiterhin niveauarmen Partie den Ton an und konnten sich Tor um Tor absetzen. Das bisher schnelle Umschaltspiel klappte nun noch besser und der Torabschluss wurde zielsicherer. Burg machte in der Anfangsphase zwei Tore, wohingegen Weferlingen nur eins erzielte. So stieg der Vorsprung bis zum 19:12 in der 43. Minute auf sieben Tore an. Die Gäste verkürzten zwar noch einmal, aber der Abschluss vor allem aus dem Rückraum war an diesem Tag zu ungenau. Fortschritt erhöhte wieder das Tempo und war beim 22:14 erstmals mit acht Toren in Front.
Zu mehr sollte es an diesem Tag aber auch für die Hausherren nicht werden. Die letzten zehn Minuten gestalteten sich ausgeglichen, auch weil Fortschritt das Tempo etwas rausnahm und nicht mehr die nötige Konsequenz zeigte. Alles in allem war es ein verdienter aber glanzloser 27:19-Sieg. „Kamen die Gäste mal etwas in Schlagdistanz, hielt Torhüter Fabian Wegner den Kasten sauber“, verdiente er sich ein Extralob vom Trainer. „Meiner Meinung nach haben wir das beste Torhüterduo der Liga, die sich sehr gut ergänzen und vom Typ her sehr unterschiedlich sind“, ergänzte Kurth lobend.
Somit stehen die Burger nach neun Spielen mit neun Siegen weiterhin auf dem ersten Tabellenplatz und können als „Herbstmeister“ in den Jahreswechsel gehen. „Ich hoffe, wir können den Schwung auch ins neue Jahr mitnehmen, denn dann erwarten uns zum Anfang gleich zwei schwere Brocken,“ blickt Kurth auf das Derby gegen Biederitz und das anschließende Topspiel gegen den FSV 1895 Magdeburg voraus.