Burg (reh). Unter dem Motto „Gemeinsam mehr erreichen – gegen Perspektivlosigkeit und Rechtsruck“, möchte eine junge, in diesem Jahr gegründete Initiative ein Sommerfest auf der Außenfläche des Soziokulturellen Zentrums bei freiem Eintritt ausrichten.

Mit dem Zitat: „Musik ist die gemeinsame Sprache der Menschheit“, eröffnete Josefine Wagener die Pressekonferenz, in der das Open-Air vorgestellt wurde. Die Organisation der Musikveranstaltung obliegt der Initiative „Gemeinsam mehr erreichen“. Dahinter verbirgt sich ein Freundeskreis junger Menschen, die teilweise in Sport- und Musikvereinen aktiv sind und sich in den vergangenen Jahren sowohl kulturell als auch politisch im Stadtgeschehen eingebracht und auch schon eigene Veranstaltungen auf die Beine gestellt haben. Aus der Tatsache, dass sich die Gruppe bereits zu verschiedenen Anlässen gegenseitig unterstützte, hat sich die Initiative zu Beginn dieses Jahres zusammengetan, um das Sommerfest zu organisieren. Die Altersstruktur der Verbindung reicht vom jüngsten Mitglied mit 17 Jahren bis hin zur zweiten Hauptakteurin neben Josefine Wagener, Sandra Schiebeck, die bereits 32 Jahre alt und Mutter eines zwölfjährigen Sohnes ist. Sandra Schiebeck konnte als Mitglied von „Burg Pro Musik“ Erfahrungen in der Planung und Organisation von Musikveranstaltungen sammeln. Ziel ist es, durch Jugendliche etwas für Jugendliche entstehen zu lassen. Das Projekt richtet sich klar gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung. Über Musik, Sport und Spaß soll Intergration gelebt werden.
Neben jungen Menschen sollen mit dem Ablaufplan auch andere Generationen wie Eltern und deren Kinder angesprochen werden. Das Open-Air beginnt am Samstag, 2. September 2017, bereits um 10 Uhr mit der Anmeldung für den Skatecontest und dem Graffitiworkshop an der Mauer entlang des Westringes und eigens dafür präparierten Bauzäunen. Für die jüngsten Gäste soll es unterdessen ein Spielmobil, eine Hüpfburg, Volleyball sowie eine Kinderschminkstation zu erleben geben. Von 11 bis 15 Uhr soll dann der Skatecontest in Kooperation mit der lokalen Skateszene stattfinden. Von 18 bis 24 Uhr wird es dann nach Plan Beschallung auf der Hauptbühne des Soziokulturellen Zentrums geben. Zu hören sind dann „Ghetto Justice“ aus der Burger beziehungsweise Genthiner Hardcoreszene. Aus dem Punkrockgenre treten die Burger Band „Normenkollision“ und „VolkerPutt“ auf. Als Höhepunkt des Abends hat sich die aufstrebende Band „Feine Sahne Fischfilet“ aus Mecklenburg-Vorpommern angekündigt. Die fünfköpfige Gruppe erfährt in den vergangenen Jahren eine deutschlandweite Bekannheit und tritt derzeit auf verschiedenen Festivals auf. Um das Sommerfest zu finanzieren wurde ein Antrag bei dem Förderprogramm von „Demokratie leben“ eingereicht.
Aufgrund des Tatsache, das die Initiative keine juristische Person ist, wird es für Förderpartner schwierig das Vorhaben zu unterstützen, da ein konkreter Ansprechartner beziehungsweise Veranwortlicher unter Umständen nicht gegeben ist. In Zukunft ist es geplant, einen Verein zu gründen.
„Die Initiative ist eine super Idee. Ich begrüße, dass junge Menschen so etwas entstehen lassen möchten. Ich gebe zu, dass die Veranstaltungspunkte zu Gunsten der Jugendkultur oft verkürzt und noch ausbaufähig sind. Problematisch ist nur, dass keine juristische Person existiert und wir einen Verein als Ansprechpartner begrüßen würden“, erklärt Bürgermeister Jörg Rehbaum die Situation. Weiterhin begrüßt die Initiavitve die Unterstützung lokaler Unternehmen und Stiftungen durch Materialien wie Paletten und Pavillons oder Geldspenden. Weitere Informationen sowie Kontakt unter sommerfest-burg@riseup.net.