Hier schreibt mey
„Hast du das auch gehört, von der LaGa? Da haben doch wieder irgendwelche Schmierfinken alles verschandelt!“ „Na, so viel zu den Kameras, die sie überall aufgehängt haben!“
So war es in den vergangenen Tagen an vielen Ecken Burgs zu hören. Doch die Aufregung um Schmierereien und Müll auf den Straßen des Jerichower Landes ist keine neue Schlagzeile. Hundehaufen in der Genthiner Fußgängerzone sind ebenso ein bekannter Streitpunkt, wie Graffiti in der Burger Bahnunterführung. Gern werden Stadt und Gemeinde an den Pranger gestellt, liegt die Verantwortung, die Straßen rein zu halten und Missetaten zu ahnden, in Händen von Verwaltung und Polizei. Einfach ist es, unschöne Flecken zu entdecken und zuständige Ämter fast noch direkter zu beschuldigen als denjenigen, der seine Schmuddelfinger nicht vermochte, still zu halten. „Die Stasi-Zeiten sind vorbei“, na klar, und „Petzen mag keiner“ (so heißt es schon auf dem Schulhof), doch ist es zu viel verlangt, gemeinsam Auge und Ohr offen zu halten und statt heimlich meckernd wegzusehen, aufzublicken, wenn die schönen Züge des Landkreises mal wieder von Halbstarken oder einfach Übellaunigen verschandelt werden? Schöne Ecken gibt es überall – nicht nur auf dem Gelände der Landesgartenschau. „Hauptsache, das bleibt auch nach der LaGa erhalten“, heißt es gern. Natürlich ist die Stadt hierfür zuständig. Aber ihre Bürger können ihr doch gern dabei helfen.