Hier schreibt mey
Es sticht ja schon ein wenig im Herzen, schlenderte man den Sommer über durch blühende Landschaften in der Stadt der Türme und sieht man jetzt große Gerätschaften, Bagger und Schaufeln, wie sie Beete ausheben, Stellflächen abbauen und zu pflegeintensive Anlagen beseitigen. Im Moment mag es kaum vorstellbar sein, aber schon zum Ende des Jahres 2018 sollen die Burger Parks wieder begehbar und die Spuren des Schuftens verwischt sein. Die für Gartenschauen typischen Elemente wie Themengärten und Grabanlagen werden dann nur noch in der Erinnerung der Gäste und auf Fotos, Videos, in Prospekten und Erinnerungsalben existieren. Die Fußgängerampeln der Hauptwege waren schnell verschwunden (ließen manch Burger ja ohnehin nur lächelnd den Kopf schütteln: „Selbst unsere Kinder kommen ohne Ampel über die Zerbster.“) Wie merkwürdig klingt die „Stille“ der Schartauer Straße, so ganz ohne Bimmeln der Wegebahn. Wer hier spazieren geht, hört nun wieder andere Laute. Vor zwei Wochen zog der Burger Wochenmarkt zurück auf den Magdalenenplatz. Der Burger Alltag kehrt allmählich ins Stadtgeschehen zurück. Zu hoffen ist, dass der Zauber der Gartenschau nicht allzu schnell verfliegt, denn es steht außer Frage, so herausgeputzt, wie sich Burg im Sommer 2018 zeigte, sahen selbst die Alteingesessenen ihre Heimat nur selten. Jetzt sollten alle dafür Sorge tragen, dass der Glanz des LAGA-Traums erhalten bleibt.