Hier schreibt abel
Wenn Politiker auf dieser Welt in Führungspositionen landen, Ministerien bekleiden oder gar zum Regierungschef ernannt werden, beobachten die Landeskinder und die Weltöffentlichkeit genau, was Neuling tut. Im Falle eines Quereinsteigers, der behauptet, alles besser zu wissen, besser zu können und allein die Fähigkeit zu haben, um das Land wieder „großartig“ zu machen, wird natürlich noch genauer hingesehen. Den Unterstützern eines Donald Trump gefällt, dass da „endlich mal einer die Wahrheit“ sagt, die etablierten Machteliten davonjagt und die supereinfachen Lösungen für alles bietet. Eine wichtige Anforderung dieser Menschen an ihren neuen Führer ist, dass der Mann eine klare Linie vorgibt. „Die Nato ist obsolet und nicht mehr zeitgemäß - wenig später: „…ich verpflichte mich zu Artikel 5“, dem Artikel zur Beistandspflicht der Partner untereinander im Bündnisvertrag. Der Androhung eines Präventivschlages gegen Nordkorea folgt postwendend, dass es eine Ehre wäre, Kim Jong Un zu treffen. Die neuste Schlingertour gibt es zu Katar. Erst wird das Volk dieses Landes als Unterstützer des Terrors gebrandmarkt, um ein paar Tage darauf ein zwölf Milliarden Dollar Waffengeschäft mit den Terrorunterstützern zu unterschreiben. Trumps Missverständnis ist wohl, dass er „eine klare Linie vorgeben“ mit „vorgeben, eine klare Linie zu haben“ verwechselt. Die Milliarden für seine Kumpels spielen da bestimmt keinerlei Rolle, oder?