Hier schreibt abel
Am 24. September war Bundestagswahl. Das Ergebnis war für die bundesdeutsche Parteienlandschaft ein Novum: CDU, CSU, SPD, FDP, Grüne, Linke und die AfD werden sich in den nächsten Jahren um die Geschicke unseres Landes kümmern. Die einen werden regieren, die anderen werden aus der Opposition heraus versuchen, ihre Vorstellungen zu verwirklichen, wie unser Land mit den vielfältigen Problemen in Gegenwart und Zukunft zurecht kommen soll. In der parlamentarischen Demokratie gibt es zur Parlaments- und Regierungsbildung viele Regeln, die wie ungeschriebenen Gesetze ein reibungsloses Zustandekommen dieser Institutionen ermöglichen soll. Hier wird zum Beispiel festgelegt, dass die stärkste Partei mit der Regierungsbildung und der Aufnahme von Koalitionsverhandlungen beginnt. Das Parlament konstituiert sich und der älteste Abgeordnete leitet zuerst die Sitzung, bis der Bundestagspräsident gewählt ist und dergleichen mehr. Diese Zeit zwischen der Wahl und der neuen Regierungsbildung ist sehr wichtig, weil hier auch Koalitionsverträge ausgehandelt werden, in denen die Regierungsziele für die nächsten Jahre festgelegt werden. Das bedeutet einen Berg an Arbeit und Stunden des Aktenstudiums. Zurzeit haben aber auch viele der Gewählten Dauerauftritte im Fernsehen und bei Diskussionsveranstaltungen. Zeit ist nicht dehnbar ist, da frage ich mich, wer denn dann jetzt eigentlich regiert?