Hier schreibt abel:


Am Donnerstagnachmittag gab es eine Demonstration von Grundschullehrern vor dem Magdeburger Landtag. Grund dafür war die im Vergleich zu anderen Bundesländern schlechtere Bezahlung der Pädagogen in Sachsen-Anhalt. Meiner Meinung nach zeigt das, dass die Bildungspolitik auch im 21. Jahrhundert noch immer der Tummelplatz von Selbstdarstellern, Ideologen, Hobbypädagogen und selbsternannten Experten in Sachen Bildung ist. All den genannten sprudeln geradezu gute Absichtserklärungen, tolle Versprechen und ihr allseitiges Verständnis für die Lage von Schülern, Eltern und Lehrern über die Lippen. Nach den Lippenbekenntnissen verschwinden die Akteure und verlieren sich in Grabenkämpfen über Grundsatzfragen bis hin zu unwesentlichsten Details. Die Herrschaften tun das aber mit Leidenschaft und setzen sich so mal eben schnell über die Fakten hinweg: Es spielt einfach keine Rolle, welches Schulsystem gewählt wird, wenn es konsequent gelebt wird. Das heißt: Jede Schule kostet Geld. Lehrerausbildung ist wichtig und kostet Geld. Die Gebäude kosten Geld. Die technische Ausstattung kostet Geld. Deutschlands Zukunft geht zur Schule. Die Zukunft wird so gut oder so schlecht, wie die Finanzierung der Schulen und die konsequente Verfolgung eines Systems mit allen Beteiligten geschieht. Darum ist es eine Schande, dass Lehrer vor dem Landtag um eine angemessene Vergütung betteln müssen.