Hier schreibt abel
Fußball-WM in Rußland: Au weia! Was war das denn? Der Weltmeister hat gepatzt und ist zum ersten Mal in der Geschichte bereits in der Vorrunde ausgeschieden. Die Deutschen haben zwar brav die Hymne mitgesungen aber im Spiel keinen Chorgeist entwickelt. Sie haben einen gewaltigen Stab an Trainern, Medizinern, Physiotherapeuten und Funktionären mit den Spielern anreisen lassen und haben sowohl bei der Wahl der Unterkunft und der Verkehrsmittel bis zum Endspiel nichts dem Zufall überlassen. Nachdem die letzten Vorbereitungsspiele nicht besonders schön anzusehen waren, hat sich Deutschland als Pfeifen im Walde den Blick in die glorreiche Vergangenheit verordnet und entschieden, dass wir schließlich die konstanteste Nationalmannschaft der letzten zehn Jahre hätten und dass missglückte Generalproben bekanntlich ein gutes Omen darstellten. Nach der Mexiko-Pleite wurde wieder zurückgeblickt und erkannt, dass die Deutschen schon immer eine Turniermannschaft waren, darum würde im Schwedenspiel schon ein Ruck durch die Mannschaft gehen und alles gut werden. Nach dem Schwedenspiel wurde fleißig ein Engländer zitiert: „Ein Spiel dauert mindestens 90 Minuten und am Ende gewinnen die Deutschen“.  Nach dem 0:2 gegen Südkorea, haben es dann doch alle schon vorher gewusst, dass es diesmal nix wird mit dem Titel. Schließlich haben wir in der Geschichte in Russland noch nie was gerissen, oder Herr Gauland?