Hier schreibt abel
Was war das denn? NATO-Gipfel, G7-Gipfel und zuvor Donalds Rundreise mit dem fliegenden Klassenzimmer „Airforce One“ nach Saudi Arabien, nach Israel und zum Papst in den Vatikan haben der noch immer staunenden Weltöffentlichkeit gezeigt, dass der amerkanische Traum eine weitere Blüte getrieben hat. Es manifestiert sich die Erkenntnis, dass dort nicht nur der Tellerwäscher Millionär werden kann, sondern auch der minder begabte Milliardär Präsident. Und das war es dann auch: Bilanz der Tour des mächtigsten Mannes der Welt ist nun, dass Donald allen frommen Wünschen, die den Inhalt hatten, das Amt würde den Mann wachsen lassen zum Trotz, nichts vorangebracht hat. Im Gegenteil. Er fuhrwerkt in einer Art ewigen Wahlkampfmodus in der nationalen wie in der Weltpolitik herum und benimmt sich wie ein ungezogener Pennäler im Schulbus. Er findet Yad Vashem „amazing“ und dem Papst attestiert er, dass er „etwas“ hätte. Sein Ego steht allem im Weg, was in seinem Amt erforderlich ist. Da spielt es gar keine so große Rolle mehr, dass er entweder wirklich dumm ist, oder wenigstens alles daran setzt, diesen Eindruck entstehen zu lassen. Der Mann zeigt, was dabei für die Welt herauskommt, wenn eine Person oder ein Land aus einem Werteverbund ausschert. Nach dem kurzen, die Eitelkeit befriedigenden „denen habe ich es aber gezeigt“ und einem kurzen Stillstand machen die anderen eben ohne den Klassenraudi weiter.