Hier schreibt mey
Es ist wieder soweit, die Der-A2-Stau-verlagert-sich-ins-Umland-Saison wurde eröffnet. Vor allem die Verkehrsteilnehmer, die in die Kreisstadt wollen oder müssen, wurden in den letzten Tagen schon einige Male auf die Geduldsprobe gestellt. Sobald es auf der A2 kracht (ob nun durch Unfälle oder Presslufthammer), zieht es die Autobahnnutzer auf die Umleitungen über Burg, in die Grabower Straße und auf die B1 aus Genthin kommend. Da werden Erinnerungen wach und Bilder wiederbelebt von Fahrzeugkaravanen, die sich bis nach Theeßen oder Parchen zogen und damit zwei der wichtigsten Verkehrsadern des Jerichower Landes verstopften. Im Nu mutiert die ländliche Region zum verkehrmäßigen „Ihlepott“. Glücklich sind jene, die sich auf den verwinkelten Feld- und Waldwegen auskennen und sich trauen, diese als geheime Umleitung zu nutzen. Die Rufe nach einer Umgehungsstraße, nach Kreisverkehren oder wenigstens Verkehrspolizisten werden laut - so leicht scheint doch die Lösung. Schnell, schnell und am besten sofort muss doch da gehandelt werden; Geduld ist eine Tugend, die nicht unbedingt im menschlichen Erbgut festgeschrieben ist. Schritt für Schritt, auch wenn es schwerfällt - irgendwann wird ganz sicher die Lösung in die Wege geleitet. Bis dahin hilft Meckern und Motzen auch nicht und schlägt nur auf den eigenen Magen. Am besten übersteht man Stau mit einem Lächeln auf den Lippen.