Hier schreibt mey
Laut des Goethe-Wörterbuchs (GWb) verfügte der große Dichter und Denker Johann Wolfgang von Goethe über einen etwa 90.000 Wörter umfassenden Wortschatz. Der Durchschnittsdeutsche begnügt sich mit lediglich etwa 12.000 bis 16.000 Worten. Darunter sind auch neue und moderne Kreationen, die scheinbar wahlweise in die Fibel der deutschen Muttersprache aufgenommen werden.
Das deutsche Wörterbuch umfasst mehr als 130.000 Wörter, 5.000 wurden jüngst aufgenommen. Im neuen Duden von 2017 sind nun auch zahlreiche Bezeichnungen des digitalen Zeitalters zu finden. „Selfiestick“ und „Emoji“ haben es geschafft, in die deutsche Sprache offiziell integriert zu werden. Bei dem ganzen „Facebooken“ und „liken“ des „Cyberkriegs“ „entfreundet“ man sich schnell mit dem deutschen Sprachgut. Verwirrende Anglizismen nutzen die „Willkommenskultur“ des germanischen Wortschatzes. Da springt manch einer vor Schreck aus seinem „Jumpsuit“. Wie ein „verpeilter“ „Honk“ würde sich da vielleicht auch Goethe vorkommen und sogleich ein „Schmähgedicht“ über die „Volksverräter“ der „Lügenpresse“ von Dudenredaktion schreiben. Deutsche Sprache auf „Ramschniveau“ und „futschikato“? Wer weiß, welch „Tüddelkram“ zu Zeiten unserer Kindeskinder im Buch der deutschen Sprache auftauchen wird. Über derzeit brisante Wörter wie „Brexit“ und „Kopftuchstreit“ werden die sicher nicht mehr „rumeiern“.