Brettin (püt). Auch in Brettin wurde am 27. April 2018 der Baum des Jahres gepflanzt. Die Jahresbaumallee wurde um eine Esskastanie erweitert.

Idyllisch gelegen am Annenhofer Weg lädt die Jahresbaumallee des Jerichower Ortsteils Brettin seit langem nicht nur Einwohnerinnen und Einwohner des Dorfes zum Verweilen ein. „Mit einer Stieleiche fing 1989 alles an“, sagte Brettins Ortsbürgermeister Torsten Schmidt. So stehen hier bereits 19 teils hochgewachsene Bäume. Mit der Jahresbaumallee ist längst ein kleiner Lehrpfad entstanden, der vor allem den Kindern das Kennenlernen der verschiedenen Baumarten ermöglichen soll. In diesem Jahr entschied sich die Stiftung Baum des Jahres für die Esskastanie, auch Edelkastanie genannt. Kommt dieser Baum in unseren Breiten noch recht selten vor, ist die Esskastanie im Südwesten Deutschlands bereits heimisch.
Wer einmal ihre auffallend gelblichweiße Blütenpracht gesehen hat, die die gesamte Baumkrone im Frühsommer überzieht und erlebt hat, wie im Oktober die großen, runden, mit unzähligen Stacheln besetzten Früchte herunterfallen, aufplatzen und die wunderschönen, mahagonibraun glänzenden Kastanien (Maronen) freigeben, wird diesen Baum nicht mehr vergessen. Aus diesen fettarmen, stärkereichen und süßlichen Maronen können Suppen, Bratenfüllungen, Süßspeisen, Torten oder gar Brot hergestellt werden. In dichten Wäldern kann der Baum bis 35 Meter hoch werden und eine sehr breite Krone bilden. Sie werden von einer großen Anzahl von Insekten und Käfern besiedelt. Auch für die Bienen ist sie eine wichtige Nahrungsquelle. Aus den Samen gekeimte Bäume tragen erstmals mit etwa 25 bis 35 Jahren Früchte. Die Esskastanie kann mehr als 500 Jahre alt werden. Die traditionelle Erweiterung der Jahresbaumallee ist so auch ein Pflanzen für die Zukunft.