Burg (eb/mey). Die Kreisvolkshochschule Jerichower Land lädt ein.

Der Wolfbestand in Sachsen-Anhalt wächst langsam. Für das Jahr 2017 wird von einem Bestand von elf Rudeln mit insgesamt 70 nachgewiesenen Tieren ausgegangen. Zwei weitere Rudel an der Grenze zu Brandenburg (Göritz-Klepzig, drei Wölfe) und Niedersachsen (Gartow, acht Wölfe) werden diesen Bundesländern zugerechnet. Diese Rudel wurden aber auch auf der Landesfläche Sachsen-Anhalts nachgewiesen. 2015/16 waren in Sachsen-Anhalt acht Rudel (78 Wölfe) gezählt worden. Im Jahr 2017 wurden 122 Schafe durch Wolfsangriffe getötet (2016 waren es 108). Eine deutliche Zunahme gab es bei Wolfsattacken auf Kälber. 2017 wurden 43 Kälber gerissen. Im Jahr zuvor waren es 18.
Alle Bürgerinnen und Bürger sowie Betroffenen, die sich fragen, woher die Wölfe kommen und wohin die Entwicklung führen wird, sind zum Vortrag am Donnerstag, 1. März 2018 um 18.30 Uhr in die Stadtbibliothek „Brigitte Reimann“ in Burg eingeladen. Peter Oestreich vom Wolfskompetenzzentrum Iden wird über die Entwicklung des Wolfsbestandes, Auswirkungen auf Nutztiere und deren Haltung, Herdenschutzmaßnahmen und weitere Problematiken referieren und anschließend für Fragen zur Verfügung stehen. Die Veranstaltung ist kostenlos. Anmeldungen sind zu richten an die Kreisvolkshochschule Jerichower Land unter der Telefonummer 039 21/949 43 00 oder per E-Mail an kvhs@lkjl oder an die Stadtbibliothek „Brigitte Reimann“ an Telefon 039 21/23 31.