Genthin (püt). Am Sonntag, 1. Oktober 2017, fand im Kreismuseum Jerichower Land die Eröffnung der Ausstellung „Bildung als Schlüssel zur Welt“ – Bildungspolitik und Schulgeschichte im 20. Jahrhundert am Beispiel Genthin statt.

„Weißt Du noch?“, diese Frage war am Sonntagnachmittag von den zahlreich erschienenen Besucherinnen und Besuchern mehrfach zu hören. Viele kannten Schulbücher, Turnschuhe, Ranzen, Karten, Schultüten oder die Schiefertafel aus ihrer Schulzeit. Interessant war anzusehen, dass einige Gäste sich selbst, Schulfreunde und ihren Lehrer auf den alten Fotos erkannten. Und Klassen- und Schulfotos sind zahlreich vorhanden. Es wurde in Erinnerungen geschwelgt und so manch längst vergessener Lausbubenstreich preisgegeben. Auch die alte Schulbank, das Anschauungsmaterial aus dem Heimatkundeunterricht, der Rechenschieber und die gute alte Fibel ließen Erinnerungen wach werden. Fehlen in der Ausstellung dürfen natürlich auch das Pioniertuch in blau und rot samt Käppi und Bluse der Jung- und Thälmannpioniere nicht. Schnell waren die Bilder vom Fahnenappell auf dem Schulhof, der fester Bestandteil des DDR-Schulalltags war, in den Köpfen präsent.
Die Sonderausstellung wurde von den Mitgliedern des Fördervereins Genthiner Stadtgeschichte in Zusammenarbeit mit dem Kreismuseum gestaltet. In Vertretung des Genthiner Bürgermeisters sprach Verwaltungsmitarbeiterin Alexandra Adel Begrüßungsworte. Gemeinsam wurde auf das gute Gelingen der Schau angestoßen. Zu sehen ist die Ausstellung zur Schulgeschichte bis zum 28. Januar 2018.