Genthin (mey). Seit Jahren schmückte den Genthiner Wasserturm ein grüner „Kragen“ und die Bürgerinnen und Bürger ersehnten lange den Startschuss zu seiner Sanierung.

Der Bauminister Sachsen-Anhalts, Thomas Webel, war schon öfter zu Gast in Genthin und auch ihm war er bekannt, der Wasserturm mit seinem grünen „Kragen“. Auch er sieht, dass es für viele Genthinerinnen und Genthiner fast schon ein Traum war, das Wahrzeichen endlich saniert zu sehen. Er betonte, Bürgermeister Thomas Barz sei es zu verdanken, dass Genthin in das entsprechende Fördergebiet eingegliedert worden war. Nur so konnte der Förderbescheid überhaupt zustande kommen.
Etwa 1,2 Millionen Euro wird das Projekt kosten. 406.000 Euro wurden im Haushaltsplan der Stadt für die Arbeiten am Wasserturm eingeplant. Da die Kosten nun zu 100 Prozent vom Land getragen werden, kann das verplante Kapital zur Schuldendeckung eingesetzt werden. Thomas Barz hebt hervor: „Aktuell liegt die Schuldhöhe der Stadt noch bei 4,2 Millionen Euro. Unser Ziel ist es, bis 2019 unter drei Millionen Euro zu kommen. Ich bin optimistisch, dass wir das auch erreichen können.“
Landrat Dr. Steffen Burchhardt zählt den Wasserturm zur „Galerie der wichtigsten Objekte des Jerichower Landes“. Er sieht durch die Restauration neue Chancen für das Bauwerk. Neue Veranstaltungen und längere Öffnungszeiten kämen in Frage. Damit könnte er auch für Besucherinnen und Besucher aus dem Burger Raum attraktiver werden. Thomas Barz weist darauf hin, dass ein Trauzimmer bereits im Turm vorhanden ist. Hochzeitszeremonien konnten also bis heute schon abgehalten werden. Jedoch ist das Zimmer derzeit noch wenig ansprechend gestaltet. Auch das soll sich mit der Restauration ändern. Der Bürgermeister hebt hervor, auch ihm war die Restauration des Turms eine Herzensangelegenheit. Er ist froh, nun endlich das Startsignal geben zu können.
Die Sanierungsarbeiten sollen so schnell wie möglich aufgenommen werden. Neue Nutzungskonzepte werden bereits aufgestellt. Ab Anfang 2018 sollen die ersten Ausschreibungen getätigt werden.