Jerichow (püt). Kürzlich fand im Kloster Jerichow die Mitgliederversammlung des Behindertenvereins Genthin und Umgebung „Miteinander leben“ im Kloster Jerichow statt.

Als Gäste konnten Thomas Barz, Beigeordneter des Landkreises, und Bernd Witt, Leiter der Stiftung Kloster Jerichow, begrüßt werden. „Wer muss sich verändern – der Staat oder der Mensch?“, stellte Thomas Barz, Beigeordneter des Landkreises, im Hinblick auf die angesprochenen Probleme des Behindertenvereins Genthin und Umgebung „Miteinander leben“ in den Raum. So sprachen die Teilnehmer der Runde von finanziellen Sorgen, die vor allem durch die hohen Transportkosten der gehbehinderten Mitglieder entstehen. Da diese im gesamten Altkreis Genthin verstreut wohnen, sind die Kosten immens für den kleinen Verein. Doch auch die Barrierefreiheit, die nicht überall zu finden ist, macht dem Verein Sorgen. „Dies nehme ich persönlich sehr ernst. Schließlich ist es wichtig, dass auch Menschen mit Handicap ebenwürdig behandelt und nicht ausgeschlossen werden“, sagte Thomas Barz. „Auch das Engagieren in einem Verein wird immer weniger“, teilte der Beigeordnete seine Feststellung mit.
„Über mietfreie Veranstaltungsräume, Geldspenden sowie Referenten und Kitas, die unsere Treffen zu einem besonderen Erlebnis machen, würden wir uns sehr freuen“, sagte Vereinsvorstand Wilfried Zacke. Gemeinsam mit Christa Kunze und Frank Schuhknecht führt er den Verein an. Dass das Thema Barrrierfreiheit auch für die Verantwortlichen der Stiftung Kloster Jerichow ein großes Anliegen ist, bekräftigte dessen Leiter Bernd Witt. Derzeit wird hier an einer Studie zur behindertengerechten Gestaltung des Klosters gearbeitet. Mit ersten Ergebnissen ist bis zum Jahresende zu rechnen.
Doch, da waren sich alle Anwesenden einig, sei das Kloster Jerichow aus dem Dornröschenschlaf erwacht und zu einem wahren Touristenmagnet geworden. Sodann zog Bernd Witt die Aufmerksamkeit der Vereinsmitglieder auf einen Vortrag über das schwere Hochwasser, das 2013 Fischbeck und das Elb-Havelland überflutete und zwei Menschenleben kostete.