Burg (eb/mey). Am vergangenen Wochenende wurde der Winterwurf in Halle ausgetragen.

„Alles oder nichts!“, war das Motto von Gordon Schulz bei den Deutschen Hallenmeisterschaften der Jugend im Winterwurf der U18. Wobei es für Gordon wahrlich kein einfacher Wettkampf war. Nachdem er schon zu den Mitteldeutschen Meisterschaften wegen eines grippalen Infektes nicht hatte antreten können, wollte der Speerwerfer nun bei den Deutschen Meisterschaften richtig durchstarten. Ausgerechnet in der Nacht zum Wettkampftag streckte ihn ein Infekt nieder. Nach nur zwei Stunden Schlaf und mit einem „unwohlen Bauchgefühl“ entschied Gordon – entgegen der Empfehlungen seines Trainers – sich dennoch der Herausforderung zu stellen. Sein Ehrgeiz sollte belohnt werden. In einem Teilnehmerfeld von 17 Athleten erkämpfte er sich den dritten Platz und trotzte den widrigen Wetterbedingungen – klirrender Kälte und Windböen von bis zu 40 Stundenkilometern. Im letzten Versuch bot Gordon alles noch einmal auf und beförderte den Speer in Richtung der 67 Meter-Marke, wobei dieser jedoch vom Wind aus dem vorgeschriebenen Sektor gedrückt wurde. Somit zählte der erste Wurf mit einer Weite von 60,97 Metern und sicherte die Bronzemedaille. Jetzt liegt der Fokus auf der wärmeren Saisonhälfte. Die Winterwurfserie beschließt Gordon wie im Vorjahr mit dem ersten Platz unter den U18 Athleten Bundesweit mit einer Weite von 67,3 Metern.