Burg (eb/mey). Was die Möckeraner noch anstreben, haben die Burger und Burgerinnen bereits erreicht. 2.000 Stimmen wurden gesammelt.

Fast einen Monat vor Ablauf der Frist stehen die notwendigen 2.000 Unterschriften auf den Listen der Initiatoren des Bürgerbegehrens für den Bürgerentscheid, der den Beschluss des Stadtrates zur Benennung des Platzes vor dem Landratsamt mit dem Namen des früheren Bundeskanzlers Dr. Helmut Kohl aufheben soll. Jetzt setzen sie darauf, dass die Burger Stadträte einsehen, dass der Beschluss übereilt gefasst war und deshalb aufgehoben werden sollte. Damit der Bürgerentscheid erst gar nicht stattfinden muss. So jedenfalls sehen das Kerstin Auerbach, Sandra Schiebeck und Roland Stauf. Ein Grund, warum sie die verbleibende Zeit nutzen wollen, um Bürgern und Bürgerinnen die Chance zu geben, die mit ihrer Unterschrift bekunden wollen, dass auch sie gegen den Stadtratsbeschluss sind. „Denn je mehr Unterschriften über die notwendigen 2.000 hinaus gesammelt werden, umso klarer ist das Signal an den Stadtrat“, so Sandra Schiecke. Der Rat steht zudem vor der Aufgabe, die eigenen Beschlüsse zu studieren. Denn wer genau hinschaut, wird feststellen, dass der Beschluss zur Benennung des Kohlplatzes gar nicht hätte gefasst werden dürfen. Das jedenfalls sei der städtischen Satzung zur Benennung von Straßen zu entnehmen, nachzulesen auf der Internetseite der Stadt Burg.
Unterdessen hatten Kerstin Auerbach, Sandra Schiebeck und Roland Stauf während der Sammelaktion zahlreiche Gespräche mit Bürgern und Bürgerinnen, bei denen es nicht nur um den Ärger über den Stadtratsbeschluss ging, sondern bei denen auch neue Ideen geboren wurden, erklärt Kerstin Auerbach. „Eine hat uns im Besonderen gefallen. Wie wäre es denn, wenn auf dem Platz vor dem Landratsamt all jene Personen geehrt würden, die vom Kultur- und Sozialausschuss auf seiner Liste vorgeschlagen wurden? Das könnte mit Tafeln, Stelen oder gar Büsten gemacht werden. Dann hätte man einen echt interessanten Platz, der auch für Gäste attraktiv wäre und der gleichzeitig einen Ansatz für die Beschäftigung der Bürgerinnen und Bürger mit der Heimatgeschichte liefert. Wir finden, dass das eine weiterführende Diskussion wert ist. Und man bräuchte gar keinen Namen für den Platz.“