Sachsen-Anhalt (eb/püt). Das Landesamt für Verbraucherschutz ruft alle Einwohner Sachsen-Anhalts auf, sich rechtzeitig beim Hausarzt gegen Grippe impfen zu lassen.

Mit den kühleren Temperaturen beginnt auch hierzulande die nächste Influenzasaison. Damit sie nicht zur Grippewelle wie im vergangenen Winter wird, empfiehlt der Arbeitskreis Impfen die rechtzeitige Impfung. Sachsen-Anhalts Impfexpertin Dr. Constanze Gottschalk erinnert daran, dass Grippe keine harmlose Erkältungskrankheit mit wenige Tage andauernden Symptomen wie Gliederschmerzen und Fieber ist. Im Winter 2017/18 gab es deutschlandweit geschätzte neun Millionen durch Influenza bedingte Arztbesuche - zwei Millionen mehr als in den Vorjahren. Auf Intensivstationen stieg die Zahl der Patienten mit schweren akuten respiratorischen Erkrankungen deutlich an. Die Grippe forderte leider auch etliche Todesfälle. Vor allem älteren Menschen und Patienten, die an chronischen Erkrankungen der Atemwege und des Herz-Kreislaufsystems oder an einer Immunschwäche leiden, Diabetikern, Schwangeren, Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen sowie Personen, die sich von Berufs wegen in erhöhtem Maße anstecken oder eine Infektion auf andere übertragen könnten, empfiehlt die Ständige Impfkommission des Robert-Koch-Instituts die jährliche Grippeschutzimpfung. „Für die bevor- stehende Grippesaison gilt ein neuer medizinischer Standard“, informiert Dr. Constanze Gottschalk. Erstmals habe die Impfkommission die Immunisierung mit einem Impfstoff empfohlen, der gegen vier Virenstämme wirkt. Die Kosten hierfür werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Erfahrungsgemäß rollt die jährliche Influenzawelle um die Jahreswende über Deutschland hinweg. Da der Impfschutz aber erst bis 14 Tage nach dem kleinen Pieks vollständig aufgebaut ist, sollte die Impfung bereits im Oktober oder November erfolgen. Eine echte Virusgrippe beginnt plötzlich und heftig. Besonders bei älteren Menschen und chronisch Kranken kann es zudem zur Lungenentzündung oder Herzmuskelschädigung kommen.