Sachsen-Anhalt/Dresden (eb/mey). Oftmals werden Berufe der Pflege mit unangenehmen Aufgaben in Verbindung gebracht. Die Auszubildende des Jahres 2018 des Landes Sachsen-Anhalt beweist, dass es auch in dieser Branche schöne Seiten zu würdigen gibt.

Lisa Hilbenz hat den ersten Platz für Sachsen Anhalt gewonnen. Sie ging für Sachsen-Anhalt in Dresden beim Leistungswettbewerb als Siegerin auf Landesebene hervor. „Ich war absolut aufgeregt, ich hatte nicht erwartet zu gewinnen, weil die Fragen in der Klausur doch recht anspruchsvoll waren“, sagt die gebürtige Dresdnerin. Sie ist Auszubildende in der Altenhilfe in den Pfeifferschen Stiftungen Magdeburg, einer Einrichtung in diakonischer Trägerschaft und absolviert die theoretische Ausbildung in den BBS IV Dr. Otto Schlein.
Lisa Hilbenz ist nach Max Lichte (2017) bereits die zweite Gewinnerin des Wettebwerbs in der Länderkategorie Sachsen Anhalt, die aus den Pfeifferschen Stiftungen in Magdeburg kommt. Lichte war bis Mitte 2017 Auszubildender im Klinikum in den Pfeifferschen Stiftungen.
„Wir sind stolz, die beste Schülerin in der Alten- und Krankenpflege Sachsen-Anhalts auszubilden, ihr die praktische Ausbildung in unseren Häusern ermöglichen zu können“, gesteht Vorsteher Christoph Radbruch, Vorstandsvorsitzender der Pfeifferschen Stiftungen.
„Lisa Hilbenz ist eine herausragende Auszubildende. Sie verfügt über ein außerordentlich hohes Maß an Empathie und Liebe zu ihrem gewählten Ausbildungsberuf. Außerdem hat sie ein fundiertes theoretisches Fachwissen, welches sie bei der Arbeit täglich unter Beweis stellt. Von unseren Bewohnern und deren Angehörigen wird Frau Hilbenz sehr geschätzt für ihre beispielhafte Betreuung und Pflege“, freut sich Anne Wedlich, Pflegedienstleiterin in der Altenhilfe der Pfeifferschen Stiftungen und direkte Vorgesetzte von Lisa Hilbenz. Sie ergänzt: „Lisa Hilbenz ist ein positives Beispiel, wie Pflege Freude machen kann! Es ist heute sehr schwer, junge Menschen für den Pflegeberuf zu begeistern. Ihr Erfolg und der Dank der Bewohner und den Angehörigen geben ihr Recht, dass es sich lohnt. Wir gratulieren ihr ganz herzlich zu ihrem Erfolg und wünschen ihr für die finale Entscheidung des Bundeswettbewerbs in Berlin starke Nerven und gutes Gelingen“. Der Vorentscheid für die Bundesländer Sachsen-Anhalt, Freistaat Sachsen, Freistaat Thüringen, Berlin und Brandenburg fand am Montag, 5. März 2018 in Dresden statt. Es nahmen Schüler und Schülerinnen aus diesen Bundesländern teil. Aus jedem Bundesland wurde dort der jeweils beste Schüler beziehungsweise die beste Schülerin ermittelt und für den Endausscheid in Berlin nominiert. Der Endausscheid des Bundeswettbewerbs findet vom 7. bis 8. Juni 2018 statt.
Der Deutsche Verein zur Förderung pflegerischer Qualität e.V. ist Veranstalter des Bundeswettbewerbes und hat die Auswahl der Schülerinnen und Schüler den jeweiligen Bildungseinrichtungen überlassen. Die Kriterien für die Auswahl der Schülerinnen und Schüler waren die Leistungen in der Theorie und in der Praxis, das Erreichen des zweiten oder dritten Ausbildungsjahres und die Motivation, an diesem Wettbewerb teilzunehmen.

Grußwort des Ministerpräsidenten zum Bundeswettbewerb
Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels wird bereits jetzt in vielen Bereichen ein Fachkräftemangel beklagt. In doppelter Weise betroffen ist davon die Kranken- und Altenpflege: Auf der einen Seite nimmt die Zahl der betreuungs- und pflegebedürftigen älteren Menschen zu und auf der anderen Seite geht das Reservoir für den Fachkräftenachwuchs zurück. Umso notwendiger ist es, die Pflegeberufe für junge Menschen attraktiver zu machen und das Ansehen dieser Berufe in der Gesellschaft zu verbessern. Dazu ist der Wettbewerb „Bester Schüler in der Alten- und Krankenpflege“ ein wichtiger Beitrag, den ich ausdrücklich begrüße. Es ist eine Herausforderung für unsere Gesellschaft, bedürftigen Menschen kompetente und möglichst auch liebevolle Pflege zuteil werden zu lassen. Der Pflegeberuf bedeutet nicht nur Mühe und Anstrengung. Menschliche Zuwendung zu geben, bedeutet auch Erfüllung für die Pflegenden und gibt ihnen neue Kraft. Der Wettbewerb zeigt, wie facettenreich die Pflegeberufe sind. Erforderlich sind Kompetenz und Verantwortung ebenso wie ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen und Mitmenschlichkeit. In diesem Sinne wünsche ich dem Bundeswettbewerb die hohe Resonanz, die er verdient. Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern wünsche ich viel Erfolg und weiterhin Freude an ihrem interessanten und wichtigen Beruf.

Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff