Biederitz (mey). Brennnesseln, Glasscherben und anderen Plagen stellen sich die Kinder der Grundschule, des Hortes und der Krabbelkiste in Biederitz auf ihrem Sportplatz. Ganz der politischen Norm entsprechend wendeten sie sich jetzt an den Bürgermeister.

Mit einem Brief richteten sich die Kinder des Kinderrates der Grundschule Biederitz an Bürgermeister Kay Gericke und baten ihn um Unterstützung. Gern toben und bolzen die 230 Kinder der Grundschule, der Kita Krabbelkiste und des Kinderhortes auf dem großen Sportplatz gegenüber des Schulhofes. Der ist aber leider nicht nur verwildert, sondern teilweise auch zugemüllt. Regelmäßig kümmern sich die Kinder selbst um dieses Problem und sammeln den Dreck, den Jugendliche, die den Sportplatz nach Schulschluss für sich erobern, hinterlassen, und entsorgen den Müll. Die Kinder würden sich wünschen, dass die Gemeinde wenigstens einen Mülleimer hier aufstelle – vielleicht würden leere Flaschen, Papier und andere Hinterlassenschaften dann auch mal gleich dort landen, wo sie hingehören. In diesem Punkt sollte sich doch was machen lassen, äußerte Kay Gericke. Auch würde er dafür sorgen, dass die Jugendlichen auf die Problematik angesprochen werden. Eine weitere Zusage gab Gericke für die Beseitigung von Verschmutzungen biologischer Herkunft. Gemeindearbeiter sollen sich zukünftig darum kümmern, dass die Brennnesseln im verwilderten Bereich des Sportplatzes zukünftig kleingehalten werden. Auch hier wollen die Kinder mit anpacken. Sie kündigten an, gerne das Laub zusammenzuharken und herumliegende Stöcker einzusammeln, die dann, wenn sie nicht zum Bauen von Butzen genutzt werden, von den Gemeindearbeitern mit entsorgt werden können.
Ein etwas größeres Projekt stellt die alte Tischtennisplatte dar. Aber auch hierfür hat der Bürgermeister bereits einen Plan parat. Bald sollen die Kinder hier wieder richtig spielen können. Auch die Netze der Fußballtore sollen befestigt werden, darum werde sich zeitnah gekümmert.
Was Politik bedeutet, erklärte Kay Gericke den Kindern am Beispiel ihres letzten und kostenintensivsten Anliegens. Hinter dem Rodelberg ist noch viel Platz. Der Kinderrat hatte die Idee, hier einen Naturspielplatz zu errichten. Kay Gericke fand deutliche Worte: „Der Gemeinderat der Einheitsgemeinde Biederitz setzt sich sehr gern für unsere Kinder ein, aber ein Naturspielplatz ist ein sehr teures Projekt.“ Fest versprechen kann der Bürgermeister hier nichts. Auf jeden Fall wird er den Vorschlag dem Rat vorstellen und diskutieren. Vielleicht, so überlegte Gericke, könnten entsprechende Fördermittel beantragt werden. „Einfach ein paar Baumstämme herbringen und Schaukeln daranhängen, können wir nicht. So ein Naturspielplatz hat strikte Vorgaben eines Sicherheitskonzeptes.“ Trotzdem wird der Bürgermeister hier sein Bestes geben und nach einer Lösung suchen. Die übrigen Punkte wie auch der kaputte Zaun dürften kein Problem darstellen.