Burg (mey). Auch jetzt noch scheint der Ausspruch Sonnhild Noacks „Wir machen hier keine Blümchenschau“ aus allen Winkeln des LaGa-Geländes wiederzuhallen. Die Bedeutung dieser Worte findet sich in Kunst, Musik und Literatur wieder.

Ute Freudenberg, Karat, Stefanie Hertel – mit der Liste an Stargästen auf der Landesgartenschau (LaGa) werden zweifelsohne Menschen aus dem Umland, teils aber auch von weither, beispielsweise aus Brandenburg oder Magdeburg, in die Stadt der Türme gelockt. Dass hier aber nicht nur ältere Generationen angesprochen werden sollen, zeigte sich am vergangenen Wochenende. 6.000 Besucherinnen und Besucher zählte die LaGa am Samstag, 11. August 2018, als Max Giesinger die Bühne im Goethepark betrat. „Ja, ich bin wirklich so klein“, sprach der 1,76 Meter messende Sänger ins Mikrofon, als er sich ins Getümmel seines Publikums wagte. Einen Tag zuvor zeigte sich die Gartenschau von einer ruhigeren Seite. Geschäftsführerin Sonnhild Noack gehörte mit ihrem Team zu den ersten Gästen der neunten Hallenschau. „Feurig und bunt“ wurde die Blumenhalle im Flickschupark hergerichtet. Noch bis Freitag, 24. August 2018 können hier Sommerstauden, die unterschiedlichsten Gräser und Kräuter bewundert werden. „Es ist schon zu erkennen, farblich passen wir uns dem bevorstehenden Jahreszeitenwechsel an“, beschrieb Andreas Kenzler die Gestaltung dieser Ausstellung. Der Herbst steht bevor, das ist deutlich zu erkennen. Obst und Gemüse, sowohl regional als auch aus dem Spreewald, dürfen darum in dieser Hallenschau nicht fehlen. Hier bleibt es jedem selbst überlassen, wie viel Detailreichtum er auf seiner Reise durch die Halle entdecken will. Ergänzt wird die Hallenschau von Bildern der gebürtigen Wernigeroderin Melanie Kuna-Drechsler. Eingefärbtes Bienenwachs und Schellack sind die wichtigsten Naturmaterialien, die sie für ihre Werke der Ausstellung „FREI WILD MENSCH“ verwendete. Ohne mit der gärtnerischen und floralen Schönheit zu brechen, sorgen ihre Bilder für eine stimmige Abwechslung in der Blumenhalle. Auch für jene, die sich durch Kunst und Musik nicht allzu sehr angesprochen fühlen, hat die LaGa etwas zu bieten. Regelmäßig finden in unterschiedlichen Arealen Lesungen regionaler und überregionaler Autoren statt. Weinberg, Ihlegärten und Co. sorgen für das passende Ambiente.