Burg (mey). Dass so viele Bürgerinnen und Bürger zur Sprechstunde des Burger Bürgermeisters auf den Magdalenenplatz kommen, hätten Jörg Rehbaum und seine Assistentinnen nicht erwartet.

Bürgermeister Rehbaum zieht Bilanz. Am Dienstag, 1. August 2017, gab er zum zweiten Mal eine öffentliche Sprechstunde auf dem Magdalenenplatz in der Schartauer Straße. Viele Fragen, Vorschläge und Anregungen wurden von Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Burg vorgetragen. Mehr als doppelt so viele Themen wie in der vorigen Sprechstunde wurden angesprochen. Jörg Rehbaum schmunzelt: „Gut 20 Bürgerinnen und Bürger in nur einer Sprechstunde. Da muss ich schon sehr weit zurückdenken, wann ich das letzte Mal solch einen Andrang in meinem Büro erlebt habe.“ Durchweg positiv blickt er auf sein so gut angenommenes Angebot zurück. „Ich denke, viele Leute aus Burg haben ein Anliegen, kommen aber nicht in die Kasernen ins Bürgermeisterbüro, weil sie sagen, es lohnt sich nicht. Möglicherweise gibt es da eine gewisse Hemmschwelle.“ Diese Hemmschwelle wurde durch die Öffentlichkeit der Sprechstunde in der Schartauer Straße spürbar gesenkt. Mit Sicherheit suchten auch einige den Bürgermeister auf, die lediglich den Wochenmarkt besuchen wollten.
Für jedes Anliegen nahm sich Jörg Rehbaum Zeit. Protokoll wurde geführt, sodass die vielen unterschiedlichen Anregungen auch an entsprechende Fachbereiche und Stellen weitergeleitet werden können. Eine Anwohnerin der Fliegersiedlung gab beispielsweise ihre Bedenken zum dortigen Spielplatz weiter. Die Anwohnerinnen und Anwohner gäben sich zwar Mühe, diesen zu pflegen, aber jetzt würden sie doch die Hilfe der Stadt benötigen, denn die Rutsche sei mit Symbolen verunstaltet und der Sandkasten müsse vom Bauhof in Stand gesetzt werden. Jörg Rehbaum versicherte, das Anliegen weiterzuleiten.
Zwei weitere Bürgerinnen trugen vor, in der Joachim-A.-Burgk-Straße würde schon seit einigen Tagen die Straßenbeleuchtung nicht mehr ordnungsgemäß funktionieren. Desweiteren sei die Straße in einem desolaten Zustand. Zu Bedenken gaben die Bürgerinnen, dass Rettungskräfte bei diesen Bedingungen große Schwierigkeiten hätten. Auch hier, so versicherte der Bürgermeister, wird das Anliegen an entsprechende Fachbereiche weitergeleitet werden.
Viele weitere Punkte, wie die Pflege eines Seitenstreifens in Niegripp oder der Wunsch nach einem Schülerlotsen in der Blumenthaler Straße zum Schulbeginn wurden vorgetragen. Immer wieder fiel das Stichwort „Straßenbau“. Zu bedenken gab beispielsweise ein Bürger die Verkehrslage in und um Burg, wenn es auf der Autobahn A2 zu Sperrungen komme. Es wurde der Wunsch geäußert, die Bundeswehrstraße, die die Grabower Straße und die Zerbster Chaussee miteinander verbindet, als Umleitungsstraße nutzbar zu machen, doch hier musste der Bürgermeister ablehnen. Es wären bereits entsprechende Fachleute angesprochen worden, die aussagten, das Verkehrschaos würde nur verlagert werden. Zudem würden juristische Fragen aufgeworfen werden. Jedoch, so betonte Rehbaum vorfreudig, würden die Arbeiten an der Bundesstraße B1 in Burg um einiges früher als erwartet beendet werden. Die Schartauer Straße betreffend gab es gleich zwei Schwerpunkte. Zum einen war es die Dringlichkeit, häufiger Kontrollen durchzuführen, da viele Fahrradfahrer teils rücksichtslos durch die Fußgängerzone rasen. Zum anderen ging es um die Befahrbarkeit durch Anwohner, die an ungünstig gelegene Zeiten gebunden werden, um kostenlos ihre Straße zum Be- und Entladen ihrer Fahrzeuge nutzen zu können. Auch hier würde eine Lösung gefunden werden, wenn es auch ein heikles Thema ist, so der Bürgermeister. Denn auch auf die Fußgänger, besonders zum Wochenmarkt, müsse Rücksicht genommen werden.