Burg/Möckern (eb/mey). Die Burger Handballer führen auch weiterhin die Nordliga an. Ein Handballer berichtet über das letzte Spiel am Sonntag, 5. November 2017.

In einem hart geführten Derby siegte der weiterhin verlustpunktfreie Spitzenreiter SG Fortschritt Burg gegen Aufsteiger Möckeraner TV 1921 denkbar knapp mit 26:23 (16:14). Es war die erwartet hohe Hürde für die Mannen von Trainer Hendrik Kurth, die sich lange mit der robusten Abwehr der „alten Herren“ von Möckern schwer taten. Zum entscheidenden Faktor wurde ebenfalls ein „alter Herr“ in Reihen der Burger. Maik Rößler konnte zum Ende der Partie zwei wichtige Tore erzielen, womit er maßgeblich einen bedeutenden Anteil am Auswärtserfolg beitrug.
Fortschritt brauchte fünf Minuten, um auf Touren zu kommen. Nach dem 1:3 legten sie dann aber durch schnelles Umschaltspiel auf 5:3 vor. Eine Zeitstrafe gegen Kapitän Mathias Lange nutzen die Hausherren mit einem 3-Tore-Lauf zur eigenen 6:5-Führung. So schwang das Pendel in einer hitzig geführten Partie ständig hin und her. Kein Team führte mit mehr als zwei Toren und so stand es nach 25 Minuten erneut Unentschieden – 13:13. In dieser Phase wurde schon deutlich, dass Fortschritt über das Tempo kommen will und die Hausherren es eher gemächlich angingen, teilweise einschläfernd. Sie spielten ihre Angriffe meist bis zum Zeitspiel aus. Auch die Deckungen agierten auf beiden Seiten sehr gut. Einzig die Chancenauswertung der Burger bemängelte Kurth. Den längeren Atem in Hälfte eins hatte dann aber die SG und konnte mit einer knappen 16:14-Pausenführung die Seiten wechseln. Mit einer besseren Chancenauswertung und einer robusteren Abwehr sollte Möckern in Halbzeit zwei jetzt der Zahn gezogen werden.
Dies gelang in den ersten vier Minuten auch. Drei Tore in Folge zeigte eine 19:14 auf der Anzeigetafel. Dies war auch der höchste Vorsprung der Gäste in der gesamten Partie. Danach erhöhte Möckern das körperbetonte Spiel, was die überforderten Schiedsrichter nur teils ahndeten, zu allen Unmut der mitgereisten Fans. So kamen die Burger völlig aus dem Tritt und Möckern ins Rollen. Mit einem 5-Tore-Lauf glichen die Hausherren in der 40. Minute zum 19:19 aus und gingen wenig später mit 21:20 erneut in Führung. Dies zwang Kurth eine Viertelstunde vor Schluss zur Auszeit. Danach beruhigten sich die Gäste, die über weite Strecken zu hektisch abschlossen. Rößler erhöhte dann acht Minuten vor Schluss auf 24:22. Es folgten nun viele fragwürdige Entscheidungen der Schiedsrichter auf beiden Seiten, was der Partie nicht gut tat. Erst eine Minute vor Schluss konnte erneut Rößler zum vorentscheidenden 25:23 erhöhen, ehe Timo Bleeck den 26:23-Endstand erzielte. „Es war die erwartete Abwehrschlacht mit sehr körperbetontem Spiel. Dennoch hätten wir Anfang der zweiten Halbzeit den Sack zu machen können, im Gegenzug sehen wir uns mit 21:20 sogar im Hintertreffen“, kritisiert Kurth die mangelnde Chancenauswertung. „Doch dass wir das Spiel dann wieder drehten, zeigt erneut die Stärke dieses Jahr. Wir geben uns nicht auf und können konditionell noch eine Schippe drauflegen“, ist Kurth über den unbändigen Siegeswillen erfreut. Nun haben seine Schützlinge zwei Wochen Zeit, sich wieder zu regenerieren, um dann am Samstag, 18. November 2017, mit einem weiteren Derby gegen den SV 90 Parey/Elbe die Heimspielwochen einzuläuten (vier Heimspiele in Folge).