Burg (eb/reh). Auch im vorletzten Teil der Pressereihe „Burger Themengärten“ werden wieder zwei Gartenideen, die die Gartenschaugäste zum Staunen bringen werden präsentiert. Der Themengarten „Gartenfreizeit“ wird im Goethepark mit cleveren Materialmischungen überraschen, während im Flickschupark ein weiterer Themengarten zum „Perspektivenwechsel“ einlädt.

Der Entwurf „Gartenfreizeit“ einer Firma aus Schönebeck demonstriert eine Form der Begrünung von Bauwerken. Highlight des Gartens ist ein spezieller Kunstrasen, bestehend aus Polypropylen und einer Latexbeschichtung für den Teppichrücken. Ergänzt wird der Rasen durch Terrassen- und Quarzsandflächen zum Spielen und Verweilen, einen kleinen Teich und ein Klettergerüst, sodass er sich für die Nutzung durch die ganze Familie eignet. Im Themengarten werden natürliche und künstliche Baustoffe verarbeitet und gemischt. Damit ist der Aufbau eines solchen Gartens auf fast allen festen, unkultivierbaren und für Naturrasen untauglichen Flächen realisierbar und eignet sich nachhaltig für eine begehbare Nutzung. Die Flächen sind wesentlich belastbarer als natürlicher Rasen, rückstandsfrei rückbaubar und in der Unterhaltung sehr pflegearm. Daraus ergeben sich sowohl im öffentlichen als auch im privaten und gewerblichen Bereich zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten, zum Beispiel für Pausen-, Spiel- und Freizeitzonen.
Ein Atelier aus Bernburg greift mit seinem Entwurf „Perspektivenwechsel“ das Thema des Perspektivenwechsels auf. Um diesen zu generieren, wird der Themengarten durch geschwungene Hecken untergliedert. Hierdurch wird der Blick der Besucher auf zentrale Punkte fokussiert. Die wellenartige Form der Hecken wird in der Stauden- und Gräserpflanzung weitergeführt, wodurch der Besucher immer wieder neue Kombinationen entdeckt. Durch strategisch platzierte Spiegelelemente, welche aus mehreren komplett verspiegelten Quadraten bestehen, wird das Thema weiter aufgefasst. Im Zentrum des Gartens befindet sich ein zentraler Spiegelplatz, der durch eine Öffnung betreten werden kann. Von hier aus kann der Besucher durch kleine Öffnungen hinausschauen, wobei durch jede Öffnung nur ein kleiner Teil der Umgebung sichtbar wird. Von außen betrachtet, werden wiederum verschiedene Bilder der Umgebung reflektiert. Dieser Unterschied zeigt dem Besucher symbolisch den Unterschied einer aufgeschlossenen und einer egozentrischen Einstellung. Die geschwungene Anordnung der einzelnen Elemente wird mit Hilfe der befestigten Bodenflächen und deren Materialen weiter verfolgt. Außerdem werden an strategischen Positionen Kunstwerke platziert, welche nur von einem bestimmten Punkt aus sichtbar sind. So wird der Besucher ermutigt, den Garten aus verschiedenen Standpunkten zu erleben. Zur Landesgartenschau Burg 2018 werden sich auf dem Ausstellungsgelände unter anderem der landschaftsgärtnerische Berufsstand der dem GaLaBau-Verband angegliederten Fachbetriebe und die Mitglieder der Landesgruppe Sachsen-Anhalt vom Bund deutscher Landschaftsarchitekten (BDLA) präsentieren. Hierbei werden die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten und hochwertigen Ausführungen im Rahmen von Themengärten dargestellt. Insgesamt wird es 20 Burger Themengärten geben, 13 davon im Goethepark und sieben im Flickschupark. Ihre Gestaltung war in einem Wettbewerb ausgeschrieben. Die einzelnen Flächen werden eine Größe von 80 bis 130 Quadratmeter haben. Im nördlichen Bereich des Goetheparks werden sich die Themengärten des GalaBau-Verbandes befinden. Im Flickschupark werden die Themengärten der Mitglieder des BDLA präsentiert. Die Realisierung der ersten Themengärten hat bereits begonnen.