Wörmlitz (mey). International ist die kleine Ortschaft Wörmlitz zumindest im Reitsport bekannt.

Nicht nur Freunde des Reitsports und Pferdenarren fanden am vergangenen Wochenende ihren Weg zum Wörmlitzer Reitfest. Im Reitsport genießt die Wörmlitzer Pferdewoche einen guten Ruf, der auch zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer immer wieder anlockt, die normalerweise nur wenig mit den kühnen Rössern zu tun haben. An drei Tagen, vom 8. bis 10. Juni 2018, stellten sich dutzende Reiter den unterschiedlichsten Disziplinen.
Nach einem spannenden Stechen in der Stilspringprüfung der Klasse A ging Lynne Mickelun vom gastgebenden Wörmlitzer SV 90 mit Landora M als Siegerin hervor.
Den ersten Platz in der Dressurkür der Klasse S sicherte sich
Nadine Güssow vom Reitverein Einetal Westdorf Aschersleben. Der Wörmlitzer SV 90 schickte hier Anna Schlöffel mit Quintam ins Rennen. Sie erkämpfte sich einen respektablen fünften Platz. In der Springprüfung der Klasse S ließ Steffen Buchheim vom Reitverein (RV) Ihleburg e.V. 28 andere Starter hinter sich und sicherte sich mit Monte Levini B den Sieg in dieser Disziplin.
Für viele der Zuschauer waren die Wettkämpfe der Zweispänner der Höhepunkt des Samstagabends. Stefan Dame vom RV Wahlitz 1921 siegte mit seinen Pferden Plomyk und Earth vor Eckhard Brandt des Reit- und Fahrvereins (RFV) von Bredow Lostau. Auf ein hohes Tempo kam es beim Hindernisfahren an. Hartmut Petschmann vom RFV von Bredow Lostau setzte sich mit Karolin und Stella gegen Martin Petschmann des Wörmlitzer SV 90 durch. In der Abenddämmerung drehten die Zweispänner ihre Runden, bevor die Hürden für den Wettkampf aufgebaut wurden, der Zuschauer wie Teilnehmer immer wieder den Atem anhalten ließ – das Barrierespringen im Flutlicht. Drei Reiter stachen heraus und stellten sich im finalen Stechen schließlich einer Sprunghöhe von 1,90 Metern. Falk Römmer packte den letzten Sprung, riss jedoch bei den vorgehenden 1,80 Meter, so belegte der Derenburger den dritten Platz. Sowohl der Helmstedter Malte Weichsler mit Cristall als auch der Schönebecker Christof Kauert mit Ragazy de la Serre überstanden das Finale fehlerfrei, doch höher sollte es nicht werden. Ein Handzeichen beider Reiter bedeutete zwei erste Plätze im Flutlichtspringen. Bei Tageslicht wurden auch am Sonntag noch weitere Disziplinen ausgefochten. Sieger des Großen Preises wurde Maximilian Schäfer vom RV Königsborn mit seinem Pferd For Ever S. Die Veranstalter blicken auf eine gelungene Wörmlitzer Pferdewoche mit vielen Teilnehmern zurück und sind allen Helfern und Unterstützern, die zum Erfolg beigetragen haben, für ihr Engagement dankbar.