Burg (mey). Und alles begann mit einem Fotoprojekt…

Seit anderthalb Jahren betreibt Jasmin Dürre ihr Hobby leidenschaftlich. Die ersten Schritte in der Kunst der Fotografie wagte sie noch zu Schulzeiten. „Damals sollten wir verschiedene Fotos schießen, auf denen ein bestimmtes Element immer wieder vorkam, das also alle Bilder miteinander verband“, erinnert sich die heute 24-Jährige. Jahre später wurde ihr von einem Bekannten eine Kamera geschenkt. „Überraschenderweise erinnerte sich meine Mutter da an das alte Schulprojekt und meinte, die Fotografie hätte mir damals schon gelegen. Daran konnte ich selbst mich kaum noch erinnern.“ Während eines Urlaubs in Polen gelang ihr dann ihr erster wirklich großer Schnappschuss. Von da an wusste sie, dass sie so etwas wie ein „Talent“ besaß, wie sie es selbst sehr bescheiden beschreibt. Zumindest habe sie einen gewissen Blick für den passenden Winkel und Gefühl für gute Motive.
Im Moment ist sie im Jerichower Land, aber auch in Magdeburg und auf Reisen permanet im Einsatz und sucht nach möglichen Motiven. Am meisten interessiert sie sich für „Lost Places“, Orte, die verlassen, fast verwunschen erscheinen. Und diese findet sie teils im belebten urbanen Raum. Oftmals, so erkannte Jasmin Dürre schnell, liegen verwunschene Motive direkt auf unseren Wegen, quasi vor der Haustür. Es muss nur einmal die Perspektive gewechselt werden, um sie zu erkennen. Und das fasziniere sie so sehr an dem Genre, die Schönheit vergessener Orte im richtigen Winkel, was sie heute mit wacheren Augen durch die Welt gehen lässt. „Die Ideen entstehen teils im Vorhinein, wenn ich weiß, wohin ich gehe. Aber eine direkte Vorstellung von dem fertigen Bild habe ich so gut wie nie. Ich will nicht mit einem Tunnelblick auf die Suche gehen, sondern mich lieber von den Orten inspirieren lassen.“
Seit einiger Zeit behält Jasmin Dürre ihre Kunst nicht mehr nur für sich. Mit Instagram hatte sie ein digitales Medium gefunden, über das sie ihre Bilder mit Gleichgesinnten teilen kann. Hier zeigte sie anderen Usern ihre Schnappschüsse und erhielt von ihnen unterstützenden Zuspruch. Trotzdem erkannte Jasmin Dürre auch durch Social Media, dass der Markt groß ist und sie viele Konkurrenten hat. Sich mit der Fotografie allein selbstständig zu machen, sieht sie deshalb als Traum, der nicht ohne Weiteres zu realisieren ist. Dennoch soll sie zu einem ihrer Standbeine werden. Über die Seite www.Etsy.de will sie gemeinsam mit Freunden unter dem Namen „mrSpiritcat“ ihre eigenen Produkte anbieten. Der Verkauf von selbst hergestellten Trendprodukten, die überwiegend Marktnischen einnehmen, soll einen vorsichtigen Start in die Selbstständigkeit ermöglichen, ohne sich sofort in die finanzielle Ungewissheit zu stürzen. Auch ihre Bilder (Landschaftsbilder, Tierfotografien, Bilder im urbanen Stil) will sie hier in verschiedenen Formaten ab Sonntag, 2. Juli 2017 anbieten. „Die Fotografie nimmt einen wesentlichen Anteil in unserem Angebot ein und das wird auch so bleiben“, ist sich die Hobby-Fotografin sicher. Geplant ist unter anderem auch, sie passend für den Druck auf Stofftaschen oder ähnliches zu gestalten.