Burg (mey). Gut ausgebildete Einsatzkräfte brauchen eine gute Ausrüstung und einen zuverlässigen Gerätewagen.

Der Plan, die Wasserrettung des Katastrophenschutzes im Jerichower Land mit einem neuen Gerätewagen auszustatten, existierte schon seit einigen Jahren. 2015 wurden die Vorstellungen der Rettungskräfte konkretisiert und seit 2016 realisiert. Das Ergebnis, das neue, für seinen Zweck speziell ausgerüstete Einsatzfahrzeug, konnte am Donnerstag, 14. Dezember 2017, offiziell übergeben werden.
Die DLRG Wasserwacht und Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr hatten bei der Gestaltung des Fahrzeuges mitbestimmt und maßgeblich auf die Ausrüstung Einfluss genommen, um den Gerätewagen optimal auf die Bedürfnisse für Einsätze im Jerichower Land abzustimmen. Das Land Sachsen-Anhalt hat den Gerätewagen finanziert. Das Auto selbst, das eigens für das Jerichower Land angefertigt wurde, kos-
tete 100.000 Euro, weitere 130.000 Euro kamen für die umfangreiche Ausrüstung auf.
Landrat Dr. Steffen Burchhardt inspizierte das 3,30 Meter hohe Ungetüm. Kreisleiter der Wasserwacht des Jerichower Landes, Andreas Thiele, zeigte dem Vertreter des Landkreises die Besonderheiten des neuen Fahrzeuges. Zur Ausrüstung gehören neben typischen Einsatzmitteln wie Wathosen, Leitern und einem Not-
stromaggregat auch ein Zelt samt Heizung. Lediglich einige Zubehörartikel fehlten noch, die in den nächsten Wochen nachgeliefert werden würden. „An sich ist das Fahrzeug bereit für den Einsatz“, äußerte sich der Kreisleiter stolz. Zu seinem Team gehören viele Mitglieder, etwa 20 von ihnen zählt er zum „harten Kern“ der Wasserwacht. „Einige von ihnen trainieren wirklich hart und regelmäßig, um auf Notfälle stets bestens vorbereitet zu sein. Unsere Fließwasserretter sind immer einsatzbereit.“
Frank Ruth und Andy Martius, die Vertreter des DRK-Regionalverbandes Magdeburg-Jerichower Land e.V. nahmen den von Landrat Dr. Burchhardt unterzeichneten Nutzungsvertrag entgegen. „Dieses neue kostenspielige Fahrzeug nehmen wir als Zeichen besonderer Wertschätzung der Wasserrettung entgegen“, waren sich die Herren einig. Gerade in den Hochwasserjahren wurde deutlich, welch große Aufgaben der Katastrophenschutz zu bewältigen hat. Landrat Dr. Steffen Burchhardt unterstreicht: „Sicher, ein gut ausgerüstetes Fahrzeug wird benötigt, um zuverlässig zu helfen. Aber ohne die engagierten Rettungskräfte, die zudem gut ausgebildet sind, ist es auch nichts wert.“ Das wissen auch die Einsatzkräfte des Wasserschutzes. In diesem Sinne begannen sie gleich nach der Übergabe damit, sich mit ihrem neuen Fahrzeug vertraut zu machen. Dennoch hoffen sie, dass der nächste Einsatz des Katastrophenschutzes noch auf sich warten lässt.