Burg (mey). Mit dem Ende der Landesgartenschau (LaGa) rückt auch der Tag näher, an dem der Kirchen-Pavillon in den Burger Ihlegärten weichen soll. Gespräche über Zukunftspläne wurden bereits aufgenommen.

Zweifelsohne wurde ein idyllisches Plätzchen geschaffen, dort, in den Ihlegärten. Kein Platz hätte wohl geeigneter sein können für den Kirchen-Pavillon, durch den sich die Kirchengemeinden Burgs hier auf der Landesgartenschau präsentieren. Jeden Tag warteten und warten hier die unterschiedlichsten Programme und Angebote auf Gäste aus nah und fern. Hier läuft ein Projekt, dass in erster Linie durch das große Engagement vieler Ehrenamtlicher angetrieben wird, versteht und lobt LaGa-Geschäftsführer Erhard Skupch. Superintendentin Ute Mertens und Nicole Speer, Projektkoordinatorin Kirchen auf der LaGa Burg 2018, gehören zum Kopf des großen Teams des Kirchen-Pavillons. Bei einem Treffen mit Erhard Skupch verraten sie: „Wir sind sehr stolz, dass wir unser Konzept hier so gut umsetzen konnten. Das verdanken wir aber nicht nur unseren vielen großartigen Helfern, sondern auch der Lage des Kirchen-Pavillons.“ Fast jeden, der vom Weinberg in den Flickschupark gelangen will, zieht es durch die Ihlegärten – und viele von ihnen sehen sich neugierig um, lassen sich zu Gesprächen oder Mitmachangeboten einladen oder nutzen die Möglichkeit, getreu dem Motto des Kirchen-Pavillons „aus der Quelle erfrischt“, hier zu rasten. Desweiteren gehören die Ihlegärten zu den Bereichen des LaGa-Geländes die eintrittsfrei zugänglich sind. Gerade Mittagsandachten und Gottesdienste sowie viele der Informationsveranstaltungen oder Gesprächsrunden können so auch von jenen besucht werden, die sich keine Eintrittskarte zur LaGa leisten können oder möchten. „Unser Pavillon wurde regelrecht zu einem Ort der Begegnung“, beschreibt es Nicole Speer. Auch sie hebt die gute Zusammenarbeit aller Helfenden, ganz gleich, welcher Gemeinde sie angehören, hervor.
Das Konzept der Kirchen auf der Landesgartenschau ist für Nicole Speer, Erhard Skupch und Ute Mertens voll aufgegangen. Die Superintendentin ist begeistert: „Es ist nicht typisch, dass Kirchen auf einer Landesgartenschau derart integriert werden. Das macht uns alle sehr stolz und glücklich“, so erinnert sie an ihre eröffnenden Grußworte vom 22. April auf der Hauptbühne im Goethepark. Doch wie soll es weitergehen, wenn die LaGa im Oktober 2018 endet? Eigentlich war geplant, den Pavillon zur Evangelischen Grundschule umziehen zu lassen. Ute Mertens und Nicole Speer sind jedoch überzeugt, Veranstaltungen wie Andachten und das Diner in GRÜN oder BLAU haben durchaus Traditionspotential. Gespräche mit der Stadt über Zukunftspläne würden bereits laufen. Vielleicht wurden durch die Landesgartenschau ja doch ein paar schöne Traditionen geboren.