Jerichower Land (mey). Eine Woche vor der Bundestagswahl am Freitag, 15. September 2017, erinnerte der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in Burg und in Genthin daran, auch den Aspekt der Rente im Hinterkopf zu behalten, wenn Wählerinnen und Wähler ihr Kreuz setzen.

Das Prinzip des Rentensystems in Deutschland ist ein einfaches – die Generation Arbeitender zahlt einen Teil des verdienten Einkommens in einen Topf, aus dem Rentnerinne und Rentner finanziert werden. Ein generationsübergreifendes Vorgehen, das an sich als Grundpfeiler eines Sozialstaates fungiert und dessen Grundstein in Deutschland schon vor über 120 Jahren von Otto von Bismarck gelegt wurde. Doch dieses System wurde ins Wanken gebracht. Zur Bundestagswahl 2017 will der DGB daran erinnern, dass dies ein Thema ist, dem sich alle Bürgerinnen und Bürger stellen müssen; bereits heute, auch wenn es bis zur eigenen Rente noch viele Arbeitsjahre sind. Darum ist es wichtig, sich vor dem Setzen des Kreuzes zu überlegen, welche Parteien wie mit dem deutschen Rentensystem umgehen.
Der DGB strebt einen Kurswechsel in der Rente schon „heute“ an. Auf der Seite rente-muss-reichen.de wird unter dem Gedanken „Deine Stimme für eine gute Rente“ informiert. „Wenn sich nichts ändert, geht es weiter bergab mit der Rente“, weissagt der Deutsche Gewerkschaftsbund. Dieser Abwärtstrend fand seinen Ursprung während der Jahrhundertwende, als der Gesetzgeber die gesetzliche Rente schwächte, um die Beitragssätze niedrig zu halten. In den Wahlprogrammen der Parteien werden unterschiedliche Pläne hinsichtlich des Rentensystems vorgestellt.