Sachsen-Anhalt (mey). Es kann teuer für diejenigen werden, die trödeln.

In wenigen Tagen (am Donnerstag, 31. Mai 2018) endet die Abgabefrist für die Einkommensteuererklärung 2017. Darauf weist Finanzminister André Schröder hin. Minister Schröder: „Allerdings kann, wer seine Steuererklärung selbst erledigt, bei seinem zuständigen Finanzamt auch schriftlich eine Verlängerung dieser Frist bis 30. September 2018 beantragen.“ Wenn die Steuererklärung nicht pünktlich beim Finanzamt eingeht, erhalten die Steuerzahler zunächst eine Erinnerung. Wer weiterhin bummelt, dem drohen Zwangsgeld, Verspätungszuschlag oder als letztes Mittel eine Steuerschätzung.
Begleichen Steuerpflichtige ihre Schuld nicht, kann es teuer werden. Ab 15 Monate nach Ablauf des Kalenderjahres, in dem die Steuer entstanden ist, werden Zinsen fällig: sechs Prozent pro Jahr (monatlich 0,5 Prozent der Steuerschuld).
Erst vor kurzem hatte der Bundesfinanzhof geurteilt, dass die Nachzahlungszinsen heute realitätsfern und verfassungswidrig sind. Sachsen-Anhalts Finanzminister André Schröder zeigte sich offen, eine Bundesratsinitiative zur Zinssenkung zu unterstützen: „Ich spreche mich für eine moderate Absenkung der Nachzahlungszinsen aus. Die Abgabenordnung des Bundes sollte schnell angepasst werden. Möglich wäre eine Orientierung an den Kredit- beziehungsweise Einlagezinsen.“