Burg (mey). Schon der Sitz der Burger Stadtverwaltung in den Alten Kasernen zeigt, die Geschichte der Stadt der Türme ist auch mit der Militärgeschichte verbunden. Diese enge Verbundenheit wird jetzt ganz deutlich nach außen getragen.

In Sagen und Legenden ist bekanntermaßen immer ein Funken Wahrheit zu finden. Wie viel Wahrheit hinter der Geschichte der Gelben Schleife steckt, mag nicht ganz sicher nachzuweisen sein, zweifelsohne erzählt sie jedoch von einem rührenden Hintergrund. Aus den Vereinigten Staaten stammt der Brauch, mit der Präsentation einer gelben Schleife Solidarität gegenüber dem Militär zu zeigen. Einer Sage nach habe ein US-amerikanischer Soldat vor seiner Abreise seine Geliebte darum gebeten, ein Zeichen für seine willkommene Rückkehr zu geben. Nachdem er in den Krieg gezogen war, band die auf ihn Wartende ein gelbes Band um einen Eichenbaum. Als der Soldat zurückkehrte, sah er das Band und wusste, seine Geliebte hatte ihn nicht vergessen (oder gar ersetzt).
Aus der Geschichte entwickelte sich das gelbe Band zum Symbol für Militärverbundenheit. Die Gelbe Schleife wird heute von Menschen getragen oder gezeigt, deren Familienangehörige oder Freunde im militärischen Einsatz sind oder die einfach ihre Verbundenheit zum Militär nach außen zeigen wollen. Von den USA aus schwappte der Brauch auch nach Deutschland über.
Dass sich auch Burg mit den Soldatinnen und Soldaten verbunden fühlt, ist seit Donnerstag, 26. April 2018 deutlich zu erkennen. Michael Labsch, der Kommandeur des Logistik Bataillons 171, erzählte Bürgermeister Jörg Rehbaum von der Sage hinter der Gelben Schleife. Gemeinsam enthüllten sie das nun am Gebäude der Stadtverwaltung prangende Symbol. Eine weitere Gelbe Schleife wurde vor dem Burger Rathaus am Breiten Weg angebracht. Auch in den in Patenschaft zu den Kompanien des Bataillons stehenden Ortschaften der Stadt Burg soll bald das Zeichen der Verbundenheit zu finden sein.