Krüssau (mey). Egal, wie sehr dem christlichen Glauben nachgegangen wird, der aus der Ferne zu erkennende Kirchturm bedeutet für die Meisten dennoch so etwas wie Heimat.

In weißer Pracht erstrahlt der Krüssauer Kirchturm und ist so schon aus einigen Kilometern Entfernung deutlich zu erkennen. Über einige Jahre hinweg wurde das 300 Jahre alte Gotteshaus saniert. 2003 erfolgte die grobe Vorarbeit, in der die Fundamente des Kirchbaus überarbeitet worden waren. Auch Außenwände und der Dachstuhl wurden in diesem Zuge saniert. Innen wie außen wurde die Kirche instand gesetzt. Das Pflastern des Kirchhofes und neue Fenster sowie das restaurierte Friedhofstor waren hierbei nur die ersten kleinen Abschnitte. Auch die Patronatsloge im Kirchenschiff und die Sakristei wurden wieder hergerichtet.
Am 7. November 2012 bot sich den Mitgliedern der Krüssauer Kirchengemeinde ein seltsamer Anblick. Im Zuge der Kirchensanierung wurde die Spitze des Kirchturms abgenommen. Etwa ein halbes Jahr später, am 5. Juni 2013 war die Spitze fertig saniert und konnte wieder ihren Platz einnehmen. Ende August 2013 konnten die Krüssauer ihr Fest zum 300-jährigen Bestehen ihrer Kirche im Gotteshaus mit stolzer Krone feiern. Für einige Zeit pausierten die Sanierungsarbeiten. Neue Fördermittel mussten erst beantragt und genehmigt werden, bevor die nächsten Schritte eingeleitet werden konnten. Insgesamt flossen über 380.000 Euro in den Barockbau. Ein Großteil davon wurde aus Europäischen Förderprogrammen finanziert. In den Jahren 2014 und 2015 wurden die Arbeiten wieder aufgenommen. Unter anderem wurden die Nordpassage und der Glockenstuhl erneuert. Für viele Kirchengemeindemitglieder war die Sanierung der Turmuhr von besonderer Bedeutung.
Bis 2017 erfolgte nun der letzte Bauabschnitt, zu dem beispielsweise die Sanierung der Fassade der Ost- und Südseite gehörte. Seit einigen Monaten erstrahlt nun die evangelische Kirche in wiederhergestelltem Glanz.