Genthin (püt). Am 8. Mai 2018 jährte sich das Ende des zweiten Weltkrieges zum 73. Mal.

In gedachten Mitglieder und Sympathisanten des Kreisverbandes „Die Linke“ am sowjetischen Ehrenmal gemeinsam mit der Stadt Genthin mit der Niederlegung von Blumengebinden der gefallen sowjetischen Soldaten.
„Krieg ist keine Lösung für die Probleme der Menschheit, mit dem heutigen Gedenken wollen wir mahnen, dass so etwas nie wieder vorkommen darf“, sagte Wolfgang Bernicke, Mitglied des Kreisverbandes „Die Linke“ während der Gedenkveranstaltung am sowjetischen Ehrenmal in Genthin. Auf dem Ehrenfriedhof befanden sich einst die Gräber von 613 gefallenen russischen Soldaten. Deutschland wurde im zweiten Weltkrieg von den Alliierten besiegt, ganz Europa von den Sowjets, Amerikanern, Franzosen und Briten vom Faschismus befreit. Hierfür ging der 8. Mai 1945 als Tag der Befreiung in die Geschichte ein. Während Russland jährlich eine Militärparade stattfinden lässt, wird hierzulande in kleinem Rahmen der 8. Mai begangen. Federführend für die Gedenkveranstaltungen in Genthin zeichnet sich Die Linke.
Wolfgang Bernicke erinnerte im Anschluss auch an die am 8. Mai 1989 in Genthin stattgefundenen Aufmärsche und tauschte sich mit den Anwesenden über die damalige ereignisreiche Zeit aus. Und auch das sowjetische Ehrenmal an der Berliner Chaussee muss wohl eine wechselvolle Geschichte haben. So wird noch heute die vom Genthiner Künstler Josef Prause geschaffene Figur des Kommunisten und Arbeiterführers Ernst Thälmann seit 1996 vermisst.
Vor fünf Jahren entwendeten Metalldiebe sechs bronzerne Tafeln mit den Namen der 342 sowjetischen Gefallenen sowie Buchstaben der Gedenkschrift. 2014 wurde das sowjetische Ehrenmal mit Tafeln und Schrift rekonstruiert.