Burg (mey). Der erste Schritt ist schnell getan: „Ich schreibe jetzt ein Buch.“ Aber wie schnell wird der Weg steinig und steil? Wie viele geben doch bald wieder auf? Madeleine Breitkreutz ließ sich jedoch nicht aufhalten.

„Madeleine wird nun erleben, wie es sich anfühlt, ein Buch einem Leser zu übergeben, den man nicht kennt“, mit diesen Worten begrüßte die Burger Autorin Dorothea Iser die Besucherinnen und Besucher der Buchpremiere von Madeleine Breitkreutz am Donnerstag, 24. Mai 2018, in der Stadtbibliothek Brigitte Reimann in Burg. Dass ausgerechnet die erfahrene Schriftstellerin mit der umfangreichen Bibliografie die Eröffnungsworte für die Nachwuchsautorin hält, kommt nicht von ungefähr. Im Burger Autorenkreis erfuhr Madeleine Breitkreutz voranbringende Kritik, lernte, den „Text zu verdichten und ehrlicher zu machen“. Das Resultat, die Printausgabe ihres ersten eigenen Buches „Planet Pyja“, hielt sie nun stolz in ihren Händen, um ihre eigens kreierte Welt der versammelten Besucherschar vorzustellen. Was ihre Leserinnen und Leser erwarten wird, lässt sich nur schwer in wenigen Worten zusammenfassen. Ein fremder Planet, eine weit entfernte Zukunft – der Stoff, aus dem Science Fiction gemacht ist, so scheint es, doch wer liest, wird erfahren, dass Madeleine keine abstrakten Konflikte eines eigens entworfenen Universums aufgreift. Der Kampf gegen Ungerechtigkeit, gegen Unmenschlichkeit, stellt den Leser nicht vor einen klassischen Gut-gegen-Böse-Konflikt, sondern regt zum Nachdenken an, zum Vergleichen mit ganz gegenwärtigen Problematiken unserer Welt. Das Leben „in einer Zeit des Umbruchs, in der Zukunft und doch gegenwärtig“, so beschrieb Dorothea Iser das Werk. Ein treffendes Fazit, das die Neugierde auf das erste Burch einer neuen, jungen Burger Autorin zu wecken vermag.