Parey (eb). Am Samstag, 17. März 2018, trafen die Nordligahandballer der SG Fortschritt Burg auf das Tabellenschlusslicht SV 90 Parey/Elbe. Im letzten Derby vor der Osterpause zeigten sich die 90-er jedoch kämpferisch.

Mit einem 34:25-(19:11)-Auswärtserfolg im Derby beim SV 90 Parey/Elbe melden sich die Nordligahandballer der SG Fortschritt Burg eindrucksvoll im Meisterschaftskampf zurück. Da beide Mitkonkurrenten Punkte einbüßten, FSV 1895 Magdeburg (Tabellendritter, 28:8) verliert bei der SG Neuferchau/Kunrau mit 25:29 und der SV Oebisfelde 1895 2 (Tabellenerster, 31:7) mit Punktabzug, sind die Burger (Tabellenzweiter, 30:6) wieder im Vorteil, bleiben jedoch vorerst auf dem zweiten Tabellenplatz. Entscheidend für den souveränen Auswärtssieg, wobei die Männer aufgrund der zahlreich mitgereisten Fans nach dem Spiel „Heimsieg“ skandierten, war die von Anfang an stabile Abwehr. „Damit haben wir Parey frühzeitig den Zahn gezogen und konnten schnelle, einfache Tore erzielen“, so Interims-Coach Holger Leske.

Druckvoller Start:
Parey startete verhalten in die Partie, fand kein Mittel gegen die stabile Burger Abwehr. So konnte Fortschritt schnell zum 0:3 erhöhen. Danach kam Parey durch zwei präzisen Geschossen von Fabian Steindorf auf 2:3 heran. Nichtsdestotrotz blieb das Angriffsverhalten der Hausherren zu pomadig, was Fortschritt eiskalt in erster und zweiter Welle ausnutzte. Mit einem Dreierpack erhöhte Teßmann in der zwölften Minute auf 3:8. Über die Stationen 4:10 und 6:12 setzten sich die Burger in der 20. Minute auf 7:14 ab. Immer wieder druckvolles Angriffsspiel seitens der Gäste, egal ob in erster und zweiter Welle oder im Positionsangriff, brachten einfache Tore. Auch im letzten Drittel der ersten Halbzeit dominierte die SG das Geschehen und konnte sich bereits zur Pause auf 11:19 absetzen. Einzig der erfahrene Fabian Steindorf und die Regelauslegungen der Irxlebener Schiedsrichter hielten die Hausherren im Spiel. „Das war eine unserer besten Halbzeiten in 2018“, befand auch Co-Kapitän René Teßmann.

Wacklige Phase:
Nach dem Pausentee nahmen die Fehlentscheidungen leider zu. Dennoch versuchte Fortschritt den Vorsprung konstant zu halten. Bis zum 15:23 in der 36. Minute schafften dies die Burger auch noch. Danach nahm der Unmut gegenüber den Unparteiischen zu. Das wiederum nutzte Parey mit einem 4:1-Lauf zum 19:24 und witterte in der 40. Minute noch einmal Morgenluft. Danach fing sich der Tabellenzweite wieder und konnte durch die schnellen Außenangreifer Schulz und Teßmann auf 19:27 erhöhen. „Zum Glück haben wir uns in dieser Phase wieder gefangen und versucht, uns auf unser Spiel zu konzentrieren“, lobte
Leske. Der Vorsprung hielt sich in der Folgezeit konstant, ehe Carlo Schulz in der 53. Minute mit einem Doppelpack auf 21:30 erhöhte. Danach taten beide Mannschaften nur noch das Nötigste. „Höhepunkte“ der letzten fünf Minuten waren sicherlich die beiden Zeitstrafen wegen Meckerns gegen Schulz und Teßmann. Somit dürfte die „Verpflegung“ für das nächste Auswärtsspiel beim BSV 93 Magdeburg 2 am 7. April 2018, um 16 Uhr, gesichert sein.

Fazit:
„In der ersten Halbzeit haben die Jungs das gespielt, was sie in den letzten 20. Minuten gegen Möckern gezeigt haben: Gute Abwehr und schnelles Spiel“, schätzt Leske ein. „Desweiteren haben wir von jeder Position Gefahr ausgestrahlt, wobei der Positionsangriff teilweise etwas zu statisch war“, was auch dem Ausfall von Timo Bleeck geschuldet war.
Für die SG Fortschritt Burg kommt die Osterpause genau richtig. „Jetzt können sich unsere Kranken und Verletzten wieder erholen und wir können hoffentlich mit voller Mannschaft und ausreichend Motivation die letzten vier Spiele angehen“, blickt Teßmann voraus.