Burg (mey). Das bevorstehende Großevent, die Landesgartenschau (LaGa) Burg 2018, soll sich nicht nur auf die Kreisstadt, sondern auf den gesamten Landkreis positiv auswirken.

170 Tage lang werden die Tore zur Landesgartenschau in Burg offenstehen. 170 Tage lang wird sich die Stadt für Besucherinnen und Besucher aus der ganzen Bundesrepublik präsentieren. 170 Tage lang will sich nicht nur die Kreisstadt vorstellen. 170 Tage lang will sich auch die Region des Jerichower Landes von ihrer besten Seite zeigen. So ist es wohl nur selbstverständlich, dass auch der Landkreis zu den Partnern der LaGa gehören wird. Die Kooperationsvereinbarung dazu wurde am Donnerstag, 9. November 2017, von Landrat Dr. Steffen Burchhardt unterzeichnet.

In Kooperation
Die Zusammenarbeit von Landesgartenschau und Landkreis besteht schon seit Jahren. Bereits als sich Burg als Austragungsort der LaGa 2018 beworben hat, unterstützte die Behörde die Ini-
tiatoren. Jetzt soll die Kooperation greifbar werden. Im Goethepark wird der Landkreis in diesem Sinne einen eigenen Pavillon gestalten.

Gemeinsam für die Region
Der Landrat berichtete, dass die umliegenden Gemeinden schon frühzeitig einander die Hand reichten. Auch ihnen ist bewusst, dass sich die Landesgartenschau positiv auf alle auswirken kann. Klar ist aber auch, dass eine Präsenz über den relativ langen Zeitraum von 170 Tagen personelle Ressourcen angreifen wird. Derzeit wird ein Plan aufgestellt, welche Gemeinden sich wie und wann genau beteiligen werden. Zwar wird der Pavillon an sich während der gesamten Saison stets besetzt sein, dennoch wird er häufiger umgestaltet werden, um immer wieder verschiedene Seiten des Kreises zeigen zu können. Wer die Landesgartenschau häufiger besuchen wird, kann also auch im Pavillon des Landkreises immer wieder Neues entdecken. Den Beteiligten ist bewusst, wodurch sich das Jerichower Land auszeichnet. „In unserem Landkreis gibt es nicht unbedingt eine Vielzahl großer Sehenswürdigkeiten, die Gäste aus der ganzen Republik anziehen. Dennoch gibt es etwas, was uns auszeichnet“, äußert sich Dr. Steffen Burchhardt. Als grüner Landkreis mit weiten Naturlandschaften zieht es vor allem Fahrradtouristen in die Region. „Der Elberadweg ist ganz nah.“ Darum konzentriert sich einer der Schwerpunkte des Pavillons im Goethepark auf diese Branche. Auf einer virtuellen Fahrradtour sollen Besucherinnen und Besucher den gesamten Landkreis mit seinen Feldern, Wiesen, Wäldern und natürlich auch Gemeinden und deren Sehenswürdigkeiten entdecken können. Die Gäste sollen dazu eingeladen werden, wiederzukommen, um nicht nur die grüne Kreisstadt, sondern auch die umliegenden Schönheiten kennenzulernen.

Schwerpunkt Energie

Was die Energiewende betrifft, gehört das Jerichower Land zu den absoluten Spitzenreitern. Schon heute wird die 100-Prozent-Quote überschritten, das heißt, es wird mehr Energie gewonnen als verbraucht. Diese Tatsache will der Landkreis ins Bewusstsein der Besucherinnen und Besucher projezieren. Eine Solarblume wird schon von weitem zu erkennen sein. Die mit Solarzellen bespickte „Blume“ folgt dem Stand der Sonne und nutzt deren Energie somit optimal. Es wird in Erwägung gezogen, mit ihrer Hilfe eine kostenlose Ladestation für E-Bikes oder Handys der Besucherinnen und Besucher zu versorgen, um ihnen die Wirkung dieser nachhaltigen Technologie greifbarer zu machen.
Insgesamt will der Landkreis in seinem Pavillon über Klimaschutz aufklären. Passend dazu wurde auch sein Aufbau entwickelt. Schon in seiner Optik soll er einladend wirken. „Niemand geht gern freiwillig in einen dunklen Container“, erklärt der Landrat die Idee. Darum sollen überwiegend Glaswände zur Verkleidung genutzt werden. Schon von außen soll erkennbar sein, was die Besucherinnen und Besucher erwartet. „Und natürlich sollen unsere Gäste so auch neugierig auf unsere virtuelle Fahrradtour werden. Selbst wenn es mehr die moderne Technik denn die Vorstellung des Landkreises ist, die anlockt, wird der Kontakt zum Gast angeregt.“

Jeder darf mitwirken
Nicht nur die umliegenden Gemeinden und Sehenswürdigkeiten will der Landkreis auf der Landesgartenschau vertreten. Natürlich wird eine Region auch von ihren Bürgerinnen und Bürgern maßgeblich geprägt. Darum sollen auch diese die Möglichkeit bekommen, sich in die Gestaltung des Pavillons mit einzubringen. Vereine sollen sich ebenso vorstellen können, wie Gewerbetreibende und Erzeuger oder Innungen sowie Kammern der Region. Zwar soll der Pavillon nicht für kommerzielle Zwecke zur Verfügung stehen, ein Verkauf von Waren ist hier deshalb nicht gestattet, aber Produktionsschritte, Anbaumethoden, Verarbeitungsvorgänge und weiteres sollen vorgestellt werden. „Es ist also beispielsweise durchaus möglich, Kostproben anzubieten und mit seinem Unternehmen zu werben, um
Gäste zu animieren, dieses zu besuchen.“ Der Pavillon soll also über die 170 Tage der Landesgartenschau ein abwechslungsreiches Bild des Landkreises Jerichower Land vermitteln. Jeder soll die Möglichkeit bekommen, das Bild des Pavillons für einen gewissen Zeitraum zu prägen. Anmeldungen, Vorschläge oder Ideen können ab sofort beim Landkreis eingereicht werden.