Burg (mey). Der Slogan der Landesgartenschau Burg 2018 „von Gärten umarmt“ beschreibt die Stadt der Türme aussagekräftig. Nun darf sich Burg auch als echten „Gartentraum“ betiteln.

Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann besuchte am Freitag, 4. Mai 2018 Burg, um Bürgermeister Jörg Rehbaum feierlich das grün-weiße Schild des Tourismus-Netzwerks zu übergeben. Im Oktober 2017 hatte die Landesregierung Sachsen-Anhalts beschlossen, die touristische Markensäule „Gartenträume“ um neun Orte zu erweitern. Mit den drei neu gestalteten Landesgartenschauarealen in Burg, dem Goethepark, Weinberg und Flickschupark, umfasst das Netzwerk nun 50 historische Gärten und Parks.
Willingmann stellt Burg mit dem Titel einige Vorteile in Aussicht. Jährlich werden die Areale der „Gartenträume“ von schätzungsweise rund zwei Millionen Gästen besucht. Mit dem für Burg neu gesetzten „Markennamen“ wird die Ihlestadt also sicher auch nach der Landesgartenschau, die noch bis zum 7. Oktober gehen wird, viele Besucherinnen und Besucher in ihren Garten- und Parkanlagen erwarten dürfen.
Der langfristige Effekt stand auch im Interesse der Stadt, als das Projekt „Landesgartenschau Burg 2018“ ins Leben gerufen wurde. So haben, laut Rehbaum, die Verantwortlichen schon „von Beginn der Planungen an auf Nachhaltigkeit und Nachnutzbarkeit der neu gestalteten Parkanlagen in Burg“ großen Wert gelegt. „Mit der touristischen Marke ‚Gartenträume‘ werden wir nun auch über das Jahr 2018 hinaus die Möglichkeit haben, Touristen für unsere schöne Stadt zu begeistern“, prognostiziert der Bürgermeister.
Der Titel kann auch als Argument für das Versprechen der Stadt gesehen werden, dass die für die Laga aufwendig hergerichteten Anlagen nicht nur für die Dauer der Laga selbst gepflegt werden. Zwar werden Zäune und Absperrungen nach dem Oktober größtenteils wieder verschwinden und die Parks so wieder für alle Burger und Nicht-Burger unentgeldlich nutz- und betretbar werden, jedoch sollen Instandhaltungsmaßnahmen der Areale auch nach 2018 weit oben auf der Prioritätenliste der Stadt stehen.
Neben den Burger Landesgartenschauarealen wurden unter anderem der Kurpark Bad Schmiedeberg im Landkreis Wittenberg und der Gutspark samt Bismarck-Museum in Schönhausen im Landkreis Stendal neu in das Netzwerk „Gartenträume“ aufgenommen.