Burg (mey). Viele Leserinnen und Leser des Jerichower Landes, ganz gleich aus welcher Ortschaft sie stammen, eint die Leidenschaft für das geschriebene Wort.

Vor einigen Monaten hatten „Der BurgSpiegel“ und „Der Genthiner“ Leserinnen und Leser dazu aufgerufen, weihnachtliche Gedichte oder Geschichten zu verfassen und einzureichen. Zahlreiche Einsendungen hat das Pressehaus erreicht und viele von ihnen wurden in den Dezemberausgaben veröffentlicht. Überraschend war nicht nur die große Anzahl, sondern auch die Qualität der literarischen Werke und die Kreativität, die ihre Urheberinnen und Urheber beim Schreiben hatten fließen lassen. Doch leider konnten nicht alle Texte auch besonders ausgezeichnet werden. Die Wahl der „schönsten Einsendungen“ fiel ganz und gar nicht leicht, denn viele Schreiber hätten den Titel verdient.
Die Entscheidung fiel auf vier Autorinnen aus ganz unterschiedlichen Breiten des Landkreises. Adelheid Baumann hatte es nicht weit bis zum Pressehaus. Die Mitarbeiterin des Jerichower Landes kommt selbst aus Burg und hatte ein Gedicht eingereicht, in dem sie sich kritisch mit dem Voranschreiten der Digitalisierung des Alltags auch zur heute vielleicht gar nicht mehr so besinnlichen Weihnachtszeit und der damit einhergehenden Schwächung des Traditionsbewusstseins auseinandersetzte. Groß war die Freude, als sie erkannte, welche Schreiberin noch gekührt wurde. Inge Wellner, Rentnerin aus Genthin, und Adelheid Baumann waren sich bereits 2012 zum ersten Mal begegnet. Im heute geschlossenen Genthiner Krankenhaus hatten sich die beiden Hobbyautorinnen kennengelernt. Wie das Leben so spielt, verloren sie einander im Laufe der Zeit aus den Augen. Umso überraschender war das freudige Wiedersehen im Pressehaus. Inge Wellner ist den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des „Der BurgSpiegel“ und „Der Genthiner“ längst bekannt. Die Genthinerin freut sich jedes Jahr wieder auf die Weihnachtsgeschichten-Aktion und reichte 2017 einen sehr besinnlichen Text über ein vergangenes Weihnachtsfest ein. Das Pressehaus erreichten gleich mehrere Gedichte, die von der Lostauerin Christine Hamberger verfasst worden waren. Auch sie hatte sich in zwei von ihren Werken mit dem Wandel von Weihnachtsbräuchen und -traditionen auseinandergesetzt und nimmt jährlich an der Aktion teil. Ebenfalls hat es die Lyrik der Gommeranerin Sandra Busse angetan. Sie hatte ihre Einsendungen sogar noch mit eigenen Fotographien unterstrichen, die die Dezemberausgaben 2017 des „Der BurgSpiegel“ bereicherten.
Bei Kaffee und Kuchen trafen die vier begabten Schreiberinnen aufeinander und plauderten in entspannter und gelöster Atmosphäre miteinander und mit dem Presseteam über dieses und jenes und natürlich auch über ihr Hobby – das Schreiben.