Neuenklitsche (püt). Die Gemeinde Klitsche feierte am 29. und 30. Juni 2018 ihr 750-jähriges Bestehen. Zum Abschluss der Feierlichkeiten lud Dr. Richard Kiehnscherf zu einem interessanten Blick in die Geschichte.

„Vor 62 Jahren habe ich hier in dieser Kirche zur Einschulung in die Christenlehre gesessen. Ich freue mich sehr, hier zu sein“, sagte Dr. Richard Kiehnscherf beim Betreten der Kirche. Der heute 68-Jährige wuchs gemeinsam mit seinem älteren Bruder Karl Kiehnscherf, einstiger Bürgermeister der Gemeinde Klitsche, in der elterlichen Landwirtschaft in Neuenklitsche auf, besuchte von 1956 bis 1960 die Dorfschule. Nach dem Besuch der zentralen Oberschule in Schlagenthin 1964 wechselte der Neuenklitscher ans Genthiner Gymnasium und absolvierte zeitgleich eine Ausbildung zum Elektriker. Mit Abitur und Berufsabschluss in der Tasche ging Dr. Richard Kiehnscherf 1968 nach Karl-Marx-Stadt zum Studium der Informationstechnik. 1984 schließlich folgte die Promotion zum Doktor der Elektrotechnik. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Technischen Universität Chemnitz arbeitete er bis zum Eintritt in den Ruhestand. Trotz allen beruflichen Erfolgen trägt Dr. Richard Kiehnscherf seinen Heimatort Neuenklitsche noch immer im Herzen.
So teilte er sein Wissen um die Geschichte der Gemeinde zur 750-Jahr-Feier mit den Klitschern. Viele ehemalige Weggefährten ließen die Erinnerungen des begeisterten Ahnenforschers und sehr an der Heimatgeschichte interessierten Akademikers lebendig werden. Die Geschichte der Familie Kiehnscherf reicht zurück bis in das Jahr 1655.