Genthin (eb/püt). Genthins Bürgermeister Matthias Günther, Stadtratsvorsitzender Gerd Mangelsdorf und Ratsmitglied Lutz Nitz besuchten am 15. August 2018 die Johanniter in Stendal, um Näheres über die Zukunft des ehemaligen Genthiner Krankenhauses zu erfahren.

Dem Schock über die Schließung des altehrwürdigen Johanniter-Krankenhauses in Genthin Ende September 2017, folgte im Juni 2018 die nächste Hiobsbotschaft: das Krankenhaus sollte komplett abgerissen werden, um Platz für den Neubau eines Seniorenzentrums zu schaffen. Durch Hinzuziehen des Denkmalschutzes konnten zumindest die ältesten, stadtprägenden Gebäude des Komplexes am 17. Juli dieses Jahres gerettet werden. Die Unterschutzstellung quert die bisherige Planung der Johanniter Seniorenhäuser GmbH. Um Gewissheit über die Zukunft des ehemaligen Krankenhauses zu erlangen, trafen sich Genthins Bürgermeister Matthias Günther, Stadtratsvorsitzender Gerd Mangelsforf und Ratsmitglied Lutz Nitz am 15. August 2018 mit Franz Caesar, Geschäftsführer der Johanniter-Krankenhaus Genthin-Stendal GmbH, dem Prokurist der Johanniter Seniorenhäuser GmbH, Oliver Teßmer sowie Katalin Soppart, Vorstandsmitglied des Regionalverbandes Altmark der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., in Stendal. Im Wesentlichen wurde die Schließung des Genthiner Krankenhauses und die Weiternutzung des Areals besprochen. Das Gespräch verlief durchaus konstruktiv, sachlich und lösungsorientiert. Tut die Schließung des altehrwürdigen Krankenhauses den Johannitern auch noch immer weh, war dies jedoch nicht abwendbar. Könne doch kein Träger gegen die aktuellen Rahmenbedingungen wie Einwohnerzahl, Krankenhausplan und politischer Wille im ländlichen Raum auf Dauer aufrechterhalten. Die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen der Stadt Genthin und den Johannitern soll nun intensiviert werden. Bei zukünftigen Stadtratssitzungen und der im September 2018 geplanten Einwohnerversammlung im Beisein der Ministerin für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt, Petra Grimm-Benne, sollen die Johanniter einbezogen werden.