Jerichow (eb/mey). Feuershow, Bogenschießen, Schaukämpfe und vieles mehr werden am nächsten Wochenende, am 8. und 9. Juli 2017, für vielseitige Unterhaltung sorgen.

Am nächsten Wochenende wird das mittlerweile schon 15. Klostergartenfest im Kloster Jerichow stattfinden. Am Samstag, 8. Juli und Sonntag, 9. Juli 2017 wird eine „Zeitreise“ der besonderen Art geboten. Mittelalterliches Lagerleben, historisches Markttreiben, allerlei Spezialitäten und Leckereien sowie ein abwechslungsreiches Programm erwarten die kleinen und großen Besucherinnen und Besucher. Handelsleute, Gesinde, verschiedene Schauhandwerker, Künstler, Handelsreisende, Marketender und begeisterte Mittelalterfans werden an diesem Wochenende das Kloster Jerichow und den Klostergarten in einen ganz besonderen Ort mit mittelalterlicher Atmosphäre verwandeln.
Über das gesamte Wochenende werden Schaukämpfe, Bogenschießen für Jedermann und ein Profiturnier, verschiedene Angebote und Belustigungen für Kinder, historische Musik, Gaukler, eine Feuershow, Schmiedehandwerk sowie andere attraktive und detailgetreue Aktionen die Gäste in den Bann ziehen.
Am Samstag, 8. Juli 2017, beginnt die Veranstaltung um 11 Uhr mit dem großen Festauftakt, bei dem die Lagersleute und Ritter vom Vorplatz der altehrwürdigen Jerichower Klosterkirche in den Garten einziehen. Enden wird das Klostergartenfest am Samstag erst spät in der Nacht nach der Feuershow und dem Konzert.
Am Sonntag beginnt die Veranstaltung um 10.15 Uhr mit einem historischen Gottesdienst in der Jerichower Klosterkirche und endet gegen 18 Uhr mit der Auszeichnung der Bogenschützen.
Das Kloster, im Jahre 1144 gegründet, steht seinen Gästen natürlich auch als Ort der Stille und des Rückzugs zur Verfügung. Es gilt als ältester Backsteinbau Norddeutschlands und ist eine der bedeutendsten Klosteranlagen östlich der Elbe. Bauherr war der Prämonstratenserorden, der durch seine weißen Ordensgewänder gekennzeichnet in der Region weit verbeitet war und seit dem zwölften Jahrhundert zur Mission in die Gebiete östlich der Elbe gesandt worden war. Nach der Reformation wurde das Kloster Jerichow aufgegeben und schließlich nach dem dreißigjährigen Krieg in eine landesherrliche, später königlich preußische Domäne umgewandelt. In großen Bereichen noch mittelalterlich erhalten sind die große Klosterkirche und die Klausur (der Lebens- und Wohnraum der Chorherren im Mittelalter) mit dem malerischen Kreuzgang, den Refektorien, dem Kapitelsaal sowie verschiedenen Lager- und Versammlungsräumen. Der klösterliche Sakralbau ist ein Meilenstein der Backsteinromanik.