Jerichower Land (püt). Am Dienstag, 26. September 2017 fand in Burg die feierliche Freisprechung von zwei Junggesellinnen und elf Junggesellen statt. Die Veranstaltung steht symbolisch für die erfolgreiche Beendigung der Lehrzeit und der Übergabe der Gesellenbriefe an die jungen Handwerker.

„Gott schütze das ehrbare Handwerk“ nach altem Brauch sprach Kreishandwerksmeister Konrad Zahn die jungen Handwerksgesellen aus den Berufsfeldern Maler und Lackierer, KFZ-Handwerk und Bäckerhandwerk im Beisein ihrer Familien und Ausbilder frei und wünschte ihnen auf ihrem weiteren Lebensweg alles erdenklich Gute. Insbesondere dankte er den Eltern der jungen Leute, den Ausbildungsbetrieben und den Lehrerinnen und Lehrern der Berufschule, ohne deren Unterstützung den jungen Gesellen die erfolgreiche Beendigung ihrer Ausbildung wohl unmöglich gewesen wäre. „Eine gute Ausbildung bildet einen guten Schutz vor Arbeitslosigkeit. Die Handwerker haben die Chance, die Erfinder von morgen zu sein. Deutschland ist handgemacht“, der Kreishandwerksmeister wünschte den jungen Gesellen Schaffenskraft und persönliches Wohlergehen für die Zukunft. Er schloss sich in seiner Rede seinen Vorrednern Landrat Dr. Steffen Burchhardt, Genthins Bürgermeister Thomas Barz und Burghard Grupe, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Magdeburg, an.
„Wir freuen uns über jeden, der in der Region bleibt. Sie sollten die momentanen Möglichkeiten beim Schopf packen und nicht abwandern“, richtete der Landrat seinen Wunsch an die Gesellen. „Der Beruf wird sie viele Jahrzehnte begleiten, vielleicht sogar länger als eine Ehe. Ich bin schon ein wenig neidisch, denn als Handwerksgeselle können sie abends zurückschauen, was sie am Tage geschaffen haben“, sagte Bürgermeister Thomas Barz. Er gab den jungen Leuten mit auf den Weg, auf Augenhöhe mit den Kollegen und an den menschlichen Werten zu arbeiten. Da es zurzeit viele zu besetzende Arbeitsplätze gebe, wünscht er sich ebenfalls, dass die jungen Frauen und Männer ihrer Heimat treu bleiben. Burghard Grupe informierte, dass es noch nie so leicht war, den Meistertitel zu machen und einen Betrieb zu übernehmen oder zu gründen. Gut die Hälfte aller Betriebsleiter im Landkreis seien älter als 50 Jahre und werden in den nächsten Jahren aus dem Berufsleben ausscheiden. Finanzielle Unterstützung für das Erreichen des Meistertitels und der Übernahme oder Gründung eines Betriebes wurde den Geehrten zugesichert. „Steigst Du nicht auf die Berge, so siehst Du nicht in die Ferne“ mit diesem chinesischen Sprichwort gratulierte er den Junggesellen zur Aufnahme in die Handwerkerfamilie. Nach den vielen Worten des Lobes erfolgte die feierliche Übergabe der Gesellenbriefe, bei der die besten beiden Absolventen Tim Nagel und Thomas Beßler ausgezeichnet wurden.
Mit einem Glas Sekt haben alle Anwesenden abschließend gemeinsam angestoßen.
Freigesprochen wurden die jungen Handwerksgesellen als Maler und Lackierer: Thomas Beßler, Gino Fiedler, Michel Witt, Pierre Freiheit, Marcus Jung, im Bereich Kraftfahrzeug-Handwerk: Philipp Lenz und Tim Nagel und im Bäcker- Handwerk: Robert Sprung, Paul Winterfeldt, Franziska Gertz, Maxi Kaschub, Michel Leps und Jeremy Schenk.