Gerwisch (mey). Man könnte fast meinen, der Osterhase hätte sich im Datum geirrt, als die Jungen und Mädchen der EUROPA-Kindertagesstätte Gerwisch bunt verpackte Geschenke entgegennehmen durften. Technologischer Fortschritt steckte in den Päckchen.

„Eine Stiftung verfolgt das Ziel, nachhaltig, über viele Jahre hinweg, helfen zu können“, erläuterte Berthold Kuhn, Vorstandsmitglied der EBG-Zukunftsstiftung, als er und Vorstandsvorsitzender Dr. Bernhard Beckmann am Donnerstag, 22. März 2018, die Kita Gerwisch besuchten. Im Gepäck hatten sie einige Überraschungen für die kleinen Nachwuchsforscher, -naturwissenschaftler und -informatiker.
Das Europäische Bildungswerk für Beruf und Gesellschaft ist ein freies, politisch unabhängiges und gemeinnütziges, nicht auf Gewinnerwirtschaftung ausgerichtetes Bildungsunternehmen und Träger der Gerwischer Kindertagesstätte. Im Sommer 2015 gründete das Unternehmen die EBG-Zukunftsstiftung.
Ziel der Stiftung ist es, Perspektiven für Kinder, Jugendliche und Erwachsene zu öffnen, Zukunft zu sichern und dabei jeden entsprechend seiner Möglichkeiten mitzunehmen. Gemeinsam mit Partnern wie der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und der Hochschule Magdeburg-Stendal wirkt das Europäische Bildungswerk für Beruf und Gesellschaft gemeinnützige GmbH im Forschungsnetz Frühe Bildung. Hier wird sich mit der Fragestellung auseinandergesetzt, wie sinnvoll es ist, bereits Kinder an Naturwissenschaften, Technik und Informatik heranzuführen. Die Magdeburger Universität untersuchte empirisch und erkannte, welche technischen Gerätschaften bereits für Kinder im Alter von fünf Jahren erkenntnis- und gewinnbringend Anwendung finden können. Die Zukunftsstiftung sponserte als Resultat der Kindertagesstätte in Gerwisch zwei Tablet-PCs und zwei spezielle Lego-Technikbaukästen. „Das sind keineswegs Spielsysteme oder nur einfache Lerncomputer. Auf den Tablets können beispielsweise Zersetzungsprozesse wie von Herbstlaub, die sich über einen längeren Zeitraum hinziehen, oder die Reaktion von Pflanzen, die zum Licht wachsen, beobachtet und untersucht werden. Sie können auch mit der Tastatur verbunden werden, aber ohne die ist es natürlich auch möglich, die Geräte beispielsweise mit in den Wald zu nehmen“, erklärte Dr. Beckmann.
Erste Projekte mit der neuen Technologie wurden bereits in Angriff genommen. Ein Filmprojekt stand ganz oben auf der Liste und hierfür bieten die installierten Schnittprogramme hervorragende Voraussetzungen. „Der pädagogischen Kreativität sind schier keine Grenzen gesetzt“, schloss Dr. Beckmann.