Redekin (püt). In Redekin wurde am vergangenen Wochenende kräftig gefeiert. Der 4. August 2018 stand ganz im Zeichen des Fußballs. Am 5. August 2018 wurde das Dorffest gefeiert.

Redekiner sind fußballbegeistert, das ist weit über die Kreisgrenzen bekannt. Deshalb wundert es nicht, dass Gäste aus Nah und Fern auch zum diesjährigen Fußballfest eintrafen. Den Auftakt des Turniertages machte das Spiel der „Alten Herren“ des SV Eiche Redekin gegen den SV 90 Parey. Dem folgten die Redekiner Damenmannschaft gegen die Damen des SV Traktor Tucheim. Abschließend spielten die Redekiner gegen den SV Rot-Weiß Arneburg, mit von der Partie war auch in diesem Jahr Redekins Fußball-Urgestein Alfred Magnus, der tatkräftig bei der Organisation des Festes unterstützte und bis 1989 erster Vorsitzender des SV Eiche Redekin war. Abends dann wurde es voll im Redekiner Park – der alljährliche Höhepunkt, der Sommernachtsball, bat zum Tanz.
Am Sonntag dann folgte das Dorffest im Park. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher ließen sich das vielfältige Programm nicht entgehen. Die Redekiner Tanzmäuse und die Kita-Kinder verzauberten mit ihren Auftritten alle. Als Clown mischte sich Christine Graf unter die Gäste und sorgte für mächtig Spaß. Auch das Männer-Trio der „Reesdorfer Mitteltannen“ riss jeden vom Hocker. Mit Witz und Charme brachten die Vollblutmusiker den Park zum beben. Rund um die Parkbühne hatte die Gemeinde Redekin für ein buntes Programm der Gäste mit Hüpfburg, Stiefelweitwuf, Glückrad, Kegeln, Schminken, Torwandschießen, Bogenschießen und mehr gesorgt. Auch das Ponyreiten zog die jüngsten Festbesucherinnen und -besucher in ihren Bann. Doch gespannt erwartet wurde der Höhepunkt der Festveranstaltung schlechthin: Das Redekiner Amateurtheater präsentierte in den Abendstunden das Märchen „Tischlein deck Dich“ aus der Feder der Gebrüder Grimm. Natürlich wurde das Märchen mit der typischen Redekiner Note aufgeführt, fand sich die eine oder andere Anekdote aus dem Dorf darin wieder. Einmal mehr bewiesen die Laienschauspieler höchste Professionalität. Motor des Ganzen ist Christine Graf, die für „ihr“ Theater zu leben scheint. Beinahe ganz Redekin spielt im Theater mit. Diesmal begeisterte das Märchen wieder einmal mit viel Geschick und Witz. So hatte Redekins Bauer Lindemann vor, seinen nicht mehr taufrischen Sohn unbedingt zu verheiraten. Doch die schöne „Lotte“ wollte ihn nicht. Schnell fand sich eine andere Dorfschönheit, die er wiederum nicht wollte. Die resolute Dame schnappte sich ihren Bräutigam und zog von dannen. Katja Urbach brillierte auch hier wieder einmal. Lauthals brachen die zahlreichen Zuschauerinnen und Zuschauer in Gelächter aus. Auch der Knüppel aus dem Sack, der die Räuber vermöbelte und der Goldesel sorgten für Begeisterung.
Mit der Aufführung dieses Märchens hat das Redekiner Amateurtheater auch die letzten Zweifler überzeugt. Das Publikum kann einfach nicht genug davon bekommen. Wie wichtig den Redekinern ihr Theater ist, zeigt ihr Engagement: Sogar in der Dunkelheit und strömendem Regen wird geprobt. Doch von Strenge ist hier keine Spur, schließlich steht der gemeinsame Spaß am Spiel stets im Vordergrund.