Loburg (mey). Am vergangenen Wochenende drehte sich in Loburg eben nicht nur alles um zuckrig süße Leckerbissen.

Am Samstag, 13. Oktober 2018, hatte die Burg zu Loburg ihre Tore geöffnet. Die Mitglieder des Loburger Weg e.V. luden ein zur Süßen Tour. Unternehmen und Vereine, die sich an der Süßen Tour beteiligen, erinnern an die ökonomische Kraft und die regionale kulturelle Verbundenheit mit dem süßen Weißen Gold. Die Süße Tour findet ihren Ursprung in der Börde, doch mittlerweile beteiligen sich auch Unternehmen und Vereine im Jerichower Land an der Tradition, wie der Loburger Weg e.V. Hier drehte sich jedoch nicht alles nur um Zucker. Herbstlich ging es her, für die kleinsten Besucher standen Kürbisse zum Schnitzen bereit und handgefertigter Schmuck, selbstgenähte Taschen und andere Schmuckstücke luden zum Stöbern ein.
Honig, Ziegenkäse, geräucherte Forellen und ein Schwein am Spieß – auch für Gäste, die es eher deftig mögen, waren die Tische reich gedeckt. Ein echter Besuchermagnet war der Marmeladenstand, an dem wahre Besonderheiten angeboten wurden. Aus Kürbis, Birne, Melone oder Mango, verfeinert mit Sekt, Pfefferbeeren oder anderen ausgefallenen Zutaten wurden teils abenteuerliche und gar nicht mal so zuckrige und vor allem hausgemachte Brotaufstriche angeboten. Der Loburger Wegzehrer, ein Schnaps aus Holunterblüten, durfte im Angebot natürlich nicht fehlen. Wer nach all den Leckereien einen „Verdauungsspaziergang“ ersehnte, war dazu eingeladen, durch die Ausstellung der Burg zu schlendern und hier Geschichte zu erleben oder auf den Turm zu steigen, von dem aus sich ein weiter Blick über das Loburger Umland bis über die Grenzen des Jerichower Landes hinaus und über die neu angelegten Walnuss-Plantagen ergab.