Burg (püt). Die Landesgartenschau (LaGa) 2018 wirft ihre Schatten voraus. Noch knapp ein Jahr bleibt der Stadt Burg zur Vorbereitung. Doch nicht alles läuft wie geplant.

Der Unmut der Markthändler ist groß, sollen sie doch für die LaGa von ihren Plätzen in der Schartauer Straße weichen. Dies ist laut Aussage der Stadt notwendig, da dort ein Besucher-Shuttle verkehren wird. Würden hier neben dem Einzelhandel dienstags und freitags auch die Markthändler ihre Stände aufbauen, gebe es kein Durchkommen mehr. Sicherheit wäre nicht gewährleistet. Im Notfall würden Rettungsfahrzeuge nicht zum Einsatzort durchkommen. Der Landkreis als Koordinierungsstelle erteilt dem Betreiben des Marktes während der LaGa eine klare Absage. Sicherheit geht vor. Natürlich könnte die Bahn anders fahren, was aber keinen Sinn machen würde. Schließlich sollen Gäste die Einkaufsstraße, das Herz von Burg, kennenlernen.
Bürgermeister Jörg Rehbaum versteht die Welt nicht mehr. Als Ausgleichsstandort während der LaGa wurde den Markthändlern der Gummersbacher Platz angeboten. Hier hätten die Händler und der Skyliner, der aufgestellt wird, genügend Platz. Den Wochenmarkt auf den Gummersbacher Platz zu verlegen wäre für die Schartauer Straße ein Gewinn. Würde die Einkaufsstraße hierdurch doch insgesamt verlängert werden. Eine Alternative wäre der Rolandplatz. Doch die Händler verweisen darauf, dass sie diesen als Parkplatz benötigen. Die Stadt würde an der Martin-Luther-Straße Parkmöglichkeiten schaffen und auch an der Stadthalle, die nicht weit entfernt ist, bestünde die Möglichkeit Fahrzeuge abzustellen. Der Bürgermeister befürchtet, dass hier sachliche Argumente der Stadt nicht ausreichen werden, da einige Stadträte in keinster Weise zugänglich sind. Er möchte nicht gezwungen sein, den Wochenmarkt im nächsten Jahr einzustellen. Einen Lichtblick gibt es noch. Würde der Wochenmarkt auf den Rolandplatz verlegt, wäre ein möglicher Parkplatz für Händler und Kunden an der Brüderstraße, ehemals Scharfe Ecke, in nächster Nähe. Hierzu müssten sich die Stadt Burg und der Grundstückseigentümer zum Wohl beider Seiten einigen. Das Grundstück bietet eine große Freifläche, die zur LaGa 2018 auf Kosten der Stadt aufgewertet würde. Dies müsste der Grundstückseigentümer ohnehin tun, da es im Interesse der Allgemeinheit liege, die Fläche zu sanieren, werden doch viele Gäste diesen Ort passieren. Wird die Idee umgesetzt, ist die Marktverlegung auf den Gummersbacher Platz für die Stadt kein Thema mehr. Jörg Rehbaum geht noch weiter: Burg will durch eine Verlegung die Existenz der Händler keinesfalls gefährden und auf einen Teil der Gebühr verzichten. Der Wochenmarkt ist schon vom Rolandplatz in die Schartauer Straße verlegt worden. Würden die Markthändler den Kompromiss mit der Stadt eingehen, setzt die Stadt alles daran ein positives Ergebnis zu erzielen.